Pendler kommen aus 119 Städten nach Werdohl

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Viele Einpendler nutzten werktäglich die Neuenrader Straße, um zu ihrem Arbeitsplatz in Werdohl zu kommen.

Werdohl - Die Stadt Werdohl ist ein starker Wirtschaftsstandort. Das wird auch deutlich anhand der Ein- und Auspendlerquoten der 396 Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens, die Information und Technik NRW als Statistisches Landesamt jüngst veröffentlicht hat.

Mit 56,0 Prozent hatte die Stadt an Lenne und Verse 2016 die viertbeste Einpendlerquote (Anteil der Einpendler an den Erwerbstätigen am Arbeitsort) im Kreisgebiet. Geringfügig besser waren lediglich Hemer (56,5 Prozent) und Herscheid (60,7 Prozent) sowie mit weiterem Abstand Schalksmühle (66,7 Prozent) als Nummer eins im Märkischen Kreis. 

In totalen Zahlen bedeutet die 56-Prozent-Quote, dass regelmäßig 4734 Menschen nach Werdohl kommen, um dort zu arbeiten. Zusammen mit den 3725 innergemeindlichen Pendlern beläuft sich die Anzahl der in Werdohl Erwerbstätigen für das Jahr 2016 – jüngere Zahlen liegen noch nicht vor – auf 8459. 

Im landesweiten Vergleich bedeuten 56 Prozent Einpendler Rang 166. Neuenrade landet mit einer Einpendlerquote von 52,2 Prozent, die 2590 Personen entspricht, auf Platz 244, Balve mit Rang 353 sogar noch deutlich weiter hinten. In die Stadt an der mittleren Hönne kommen zum Arbeiten regelmäßig lediglich 1689 Personen, was einer Quote von 42,8 Prozent entspricht. 

Die überwiegende Mehrheit der Einpendler nach Werdohl ist männlich (3149). 2495 der Einpendler haben einen Job im produzierenden Gewerbe. Dies sind etwa 1000 weniger als noch 2011. Im Dienstleistungsgewerbe hat sich die Zahl der Einpendler seit 2011 dagegen fast verdoppelt, liegt mittlerweile bei 2239. 

Viele kommen aus Neuenrade 

Laut des Zahlenwerks von Information und Technik NRW kommen viele der Einpendler aus Neuenrade. Werktäglich sind es jeweils 931, die einen durchschnittlichen Anfahrtsweg von 6,6 Kilometern haben. Ebenfalls viele der Einpendler kommen aus Lüdenscheid (832) und den weiteren umliegenden Kommunen Plettenberg (486), Altena (468), Iserlohn (208), Balve (199), Hagen und Herscheid (jeweils 155). Vertreten in der Einpendlerliste sind auch viele Städte aus dem Ruhrgebiet, dem Bergischen und dem Rheinland. Insgesamt kommen werktäglich Menschen aus 119 Städten und Gemeinden nach Werdohl, um hier zu arbeiten. 

Allerdings verlassen auch viele Werdohler regelmäßig ihre Stadt, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. 4859 Auspendler bedeuten eine Auspendlerquote (Anteil der Auspendler an den Erwerbstätigen am Wohnort) von 56,6 Prozent. Mit Rang 292 im NRW-Vergleich schneidet die Stadt an Lenne und Verse hier aber auch gut ab. In Neuenrade (61,3 Prozent, Platz 251) und Balve (63,9 Prozent, Platz 221) fallen die Quoten jeweils schlechter aus. 

Auspendler fahren bis nach Münster

Richtig gut schneidet in dieser Kategorie Plettenberg ab. 4190 Auspendler bedeuten gerade einmal einen Anteil von knapp 32 Prozent an den Erwerbstätigen in der Vier-Täler-Stadt – kreisweiter Bestwert. Das andere Extrem im Märkischen Kreis stellt Nachrodt-Wiblingwerde dar. Hier liegt die Auspendlerquote bei 79,5 Prozent. So verlassen regelmäßig 2514 Menschen die Doppelgemeinde, um andernorts zu arbeiten. 

Die größte Gruppe der Werdohler Auspendler (1568) fährt zu einer Arbeitsstelle nach Lüdenscheid und legt dabei pro Weg durchschnittlich 8,7 Kilometer zurück. Ebenfalls beliebte Arbeitsstädte für die Werdohler sind Plettenberg (984), Neuenrade (505), Altena (260) und Hagen (168). Aber auch weitere Fahrtstrecken nehmen einige Werdohler werktäglich in Kauf. So arbeiten 118 Personen in Dortmund (34,8 Kilometer) und 41 in Münster. Sie müssen pro Strecke fast 80 Kilometer zurücklegen.

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