Seuthe-Museum öffnet am 20. August in Werdohl

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Thomas Benecke legt letzte Hand an in seinem privaten Paul-Seuthe-Museum. Ab Samstag, 20. August, will er dort Werke des Werdohler Künstlers zeigen.

Werdohl - Das weltweit erste Paul-Seuthe-Museum öffnet am 20. August: Der Werdohler Thomas Benecke (63) eröffnet es in einem Teil seines Hauses an der Neustadtstraße. Eine lange Renovierungs- und eine noch längere Planungsphase sind vorausgegangen.

Benecke ist erst spät zum Fan des Werdohler Künstlers Paul Seuthe (1909-1997) geworden. Erst vor wenigen Jahren wurde er durch Beratungen in den politischen Gremien der Stadt auf den Kunstmaler und Architekten aufmerksam, als es darum ging, Seuthe eine Straße oder Platz in Werdohl zu widmen. Benecke begann, Zeichnungen und Bilder des gebürtigen Hageners zu sammeln. 

Dann kam ihm die Idee, ein Seuthe-Museum einzurichten. „In meinem Wohnzimmer konnten ja nur wenige Menschen die Bilder sehen“, sagt er. Weil in seinem Haus gleichzeitig ein Raum frei wurde, der zudem noch barrierefrei zugänglich ist, reifte der Plan von der Dauerausstellung verschiedener Seuthe-Werke. 

Im Januar begann Benecke mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten. Obwohl er nach eigenen Worten viel selbst erledigt hat, musste er auch „eine ganze Menge Geld“ investieren, um aus der ehemaligen Backstube der Bäckerei Kayser einen Ausstellungsraum zu machen. Die Eröffnung war ursprünglich für den 20. Mai, Paul Seuthes Geburtstag, vorgesehen. „Ich habe aber den Arbeitsaufwand unterschätzt“, bekennt Benecke. 

Nun also soll das Museum am Samstag, 20. August, erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Präsentieren wird der Seuthe-Fan handkolorierte Lithografien, Collagen und kleinformatige Landschaftsbilder, aber auch die für Seuthe typischen Sauerland-Bilder. Ein Großteil der Werke stammt aus Beneckes Privatbesitz, aber auch Leihgaben sind dabei. Eine Leihgabe stammt von der Stadt Werdohl, die ihm das in abstraktem Stil gemalte Bild aus dem Trauzimmer zur Verfügung gestellt hat.

Auch das zweite abstrakte Werk der Ausstellung ist nur geliehen. Diese modernen Bilder, die Seuthe seit Anfang der 1990er-Jahre gemalt hat, seien ansonsten schwer zu bekommen, weiß Benecke, der auch noch eine Seuthe-Skulptur sucht. 

Zur Ausstellung gehören zudem alte Fotos, denn das Multitalent Seuthe war auch passionierter Fotograf. Neben einem Bildband mit Werdohl-Ansichten, den Seuthe anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Süderländer Volksfreunds 1962 herausgegeben hat, gehören auch Landschaftsaufnahmen dazu, deren Entstehungsort Benecke noch nicht lokalisieren konnte. „Die müsste sich einmal ein Ortskundiger ansehen“, setzt er darauf, dass ihm vielleicht ein Museumsbesucher weiterhelfen kann. 

Das Seuthe-Museum (Neustadtstraße 26) ist am 20. und 21. August sowie am 3. September und 2. Oktober jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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