Sparkonzept für St. Michael ist fertig

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Pater Irenäus sucht mit der Gemeinde St. Michael den richtigen Weg.

Werdohl _  Seit mehr als einem Jahr wird in der katholischen Kirchengemeinde St. Michael Werdohl/Neuenrade am Pfarreientwicklungsprozess gearbeitet. Nach zahlreichen Treffen von Arbeitsgruppen und in Zusammenarbeit mit einer Bistums-Beauftragen geht es jetzt ans Eingemachte.

Die Gemeindeleitung will in einer Pfarrversammlung am Montag, 25. September, um 19 Uhr im großen Pfarrsaal ein Pastoral- und Gebäudekonzept vorstellen und mit den Gemeindemitgliedern diskutieren. Harte Notwendigkeiten werden da auf den Tisch kommen. Mit dem Prozess Vertraute rechnen damit, dass St. Petrus Canisius in Eveking aufgegeben werden muss.

In der Einladung im Pfarrbrief an die Gemeinde steht dazu: „Uns alle bewegt und beschäftigt der Pfarreientwicklungsprozess, der unsere Pfarrei auf einen zukunftssicheren Weg bringen soll. Mit dem ersten Schritt haben wir mit Hilfe der Arbeitsgruppen und der Fragebogenaktion viele Wünsche und Ideen aufgenommen, wie dieser Weg gelingen kann. Diese Wünsche und Anregungen wurden inzwischen in dem neuerstellten Pastoralkonzept zusammengefasst.

In einem zweiten Schritt wurden die pastoral genutzten Gebäude in den Blick genommen. Hierbei musste ein besonderes Augenmerk auf die Kosten der Unterhaltung und der notwendigen Instandhaltung gelegt werden. Welche Gebäude benötigen wir für das pastorale Leben der Pfarrei und was werden wir uns unter den geringer werdenden finanziellen Mitteln in Zukunft leisten können?“ Mit dieser schwierigen Frage haben sich Kirchenvorstand, die AG Finanzen und der Koordinierungsausschuss ausführlich beschäftigt und einen Lösungsvorschlag erarbeitet. Diese beiden Lösungsvorschläge als Pastoral- und Gebäudekonzept sollen in der Pfarrversammlung vorgestellt werden.

Pfarrer Irenäus Wojtko schreibt dazu: „Bitte nutzen Sie die Chance, sich zu informieren, Ihre Meinung einzubringen und an der Gestaltung der Lösung mitzuwirken. Ich bitte jeden von Ihnen, an diesem Abend teilzunehmen, denn es geht um nicht weniger als um die lebendige Zukunft unserer Pfarrei.“ Der von der Gemeinde ausgearbeitete und abgestimmte Lösungsvorschlag wird später die Grundlage für eine Art Vertrag zwischen Bistum und Gemeinde sein. Danach werden sich die finanziellen Zuwendungen des Bistums an die Gemeinde richten. Ziel des Pfarreientwicklungsprozesses ist es, die Gemeinde inhaltlich und finanziell so aufzustellen, dass sie angesichts der sinkenden Mitgliederzahlen für einen längeren Zeitraum sicher bestehen können.

Pfarrer Wojtko hatte erklärt, diesen Entwicklungsprozess bis zum Ende zu begleiten. Als Pater der Franziskaner-Minoriten gehört es zu seiner Bestimmung, regelmäßig die Gemeinde zu wechseln. Wojtko ist der Leiter des kleinen Franziskaner-Konvents in Werdohl. Das Pfarrhaus wird derzeit komplett in ein Kloster umgebaut. Nach Fertigstellung wird der Neuenrader Pastor, Pater Kamil, ins Kloster umziehen.

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