Parteien in den Startlöchern

Noch herrscht gähnende Leere – doch das wird sich im Frühjahr 2014 ändern. Dann werben die Parteien um Wähler. -  Foto: Witt

WERDOHL - Für die Werdohler Bürger ist die Kommunalwahl, die in knapp sechs Monaten stattfindet, noch weit weg. Die Entscheidungsträger der heimischen Parteien haben sich dagegen bereits Gedanken gemacht, wie es gelingen kann, die Wählerentscheidung am 25. Mai 2014 aus ihrer Sicht in positive Bahnen zu lenken.

Bei den Werdohler Sozialdemokraten seien bereits Arbeitskreise zu verschiedenen Themen gebildet worden, berichtet der Vorsitzende Andreas Späinghaus. Einen Termin für einen Parteitag gibt es noch nicht. „Er wird zwischen Winter und Frühjahr stattfinden“, kündigt Späinghaus an. Fest stehe, dass die Besetzung der Wahlbezirke der Partei keine Probleme bereiten würden.

Auf die Frage, ob die Sozialdemokraten schon einen Bürgermeisterkandidaten benennen können, falls Siegfried Griebsch morgen erkläre, dass er bereits 2014 nicht mehr antreten werde, betont Späinghaus: „Wir warten zunächst ab, was Herr Griebsch sagt.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Ohrmann betont, dass schon Einzelgespräche mit potentiellen Kandidaten für die Kommunalwahl geführt worden seien. „Aber es ist ein mühsames Brot“, stellt er fest. Angesichts des geringen finanziellen Gestaltungsspielraums sei es natürlich sehr schwer, Werdohler für die Mitarbeit im Rat zu gewinnen. „Gelingen wird es aber dennoch“, zeigt sich Ohrmann optimistisch.

Bezüglich der für morgen angekündigten Erklärung von Bürgermeister Siegfried Griebsch sagt der CDU-Politiker: „Für uns wäre es natürlich nicht gut, wenn wir morgen erfahren würden, dass Siegfried Griebsch schon im kommenden Jahr nicht mehr antritt.“ Bisher habe sich die CDU nicht ernsthaft um einen Bürgermeisterkandidaten bemühen können. „Denn wir wissen ja nicht, ob wir ihn 2014 oder 2015 ins Rennen schicken müssen“, sagt Ohrmann. Fest stehe aber: „Ich werde es nicht“, erklärt Ohrmann

Die Werdohler FDP plant ihren Parteitag für Anfang Januar. „Dann steht auch der gesamte Parteivorstand zur Wahl,“ berichtet der Vorsitzende Jürgen Neumann. Im Gespräch mit unserer Zeitung kündigt der 63-Jährige an: „Ich werde noch einmal kandidieren.“ Diese Entscheidung habe er im Hinblick auf die bevorstehende Kommunalwahl getroffen: „Ich habe das ja schon einige Male gemacht.“ Ein frisch gewählter Vorsitzender habe ohnehin genug damit zu tun, sich ins Amt einzuarbeiten und sei mit einem Kommunalwahlkampf dann möglicherweise überfordert.

Etwa einen Monat später, Ende Januar oder Anfang Februar, solle dann die FDP-Wahlversammlung für die Kommunalwahl stattfinden. „Wir werden all unsere Mittel und unsere Kraft in den Kommunalwahlkampf legen“, kündigt Neumann an. Der FDP-Vorsitzende ist davon überzeugt, dass es gelingen wird, Kandidaten für die 16 Wahlbezirke aufzustellen. „Das war noch nie ein Problem,“ sagte Neumann.

Die Entscheidungsträger der Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG) wollen sich in der kommenden Woche Gedanken um einen Parteitags-Termin machen, sagte Fraktionsvorsitzender Willibald Mertens.

Von Carla Witt

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