Parkhaus wird weiter als Toilette missbraucht

Ein kostenloser Parkplatz mit Nebenwirkungen: Das Parkhaus dient ganz offensichtlich als öffentliche Toilette. ▪ Fraune

WERDOHL ▪ Das Problem ist seit Jahren bekannt, eine Lösung steht weiter aus. Die Sparkasse weiß nicht, wie sie den Missbrauch ihres Parkhauses an der Freiheitstraße als öffentliche Toilette eindämmen kann.

Es riecht nach Urin. In einigen dunklen Ecken wird der Grund für den beißenden Geruch in Form von Pfützen offenkundig. Das Parkhaus dient als Ort, um die Notdurft schnell zu verrichten. „Das ist ein Problem, dem wir nicht Herr werden“, kennt Sparkassensprecher Tomislav Majic die Situation. Lösungen sind bislang stets gescheitert.

In der Vergangenheit habe es verschiedene Versuche gegeben, das Parkhaus sauber zu halten. Wenn ein Mitarbeiter jemanden beim Verrichten der Notdurft erwischt hätte, sei dieser angesprochen worden. Folge: völliges Unverständnis und sogar verbale Angriffe. Auch mit Kamera-Attrappen hat es die Sparkasse schon versucht. Ebenso ohne Erfolg.

So setzen die Verantwortlichen darauf, dass zumindest durch ein Mehr als künstlichem Licht einige Übeltäter abgeschreckt werden „Wir haben mehr und stärkeres Licht eingebaut.“ Außerdem sei der Anstrich bewusst in weiß gehalten. „Es hat aber nichts gefruchtet“, ist Sprecher Majic ratlos. Schmierereien an den Wänden kommen hinzu.

Daher bleibt seiner Ansicht nur die Möglichkeit, im Nachhinein zu reagieren. „Wenn wir darauf angesprochen werden, lassen wir die untere Ebene reinigen.“

Die Sparkasse will bewusst die Flächen für Kurzzeitparker kostenlos halten und keine Schranken als Zugangsbeschränkung aufstellen. „Parkentgelt wollen wir nicht erheben.“ Außerdem verweist der Sprecher auf die kostenlos zur Verfügung stehende Kundentoilette, die für Jedermann 20 Meter vom Parkhaus im Geldinstitut zur Verfügung stehe.

Eine Kontrolle durch das Ordnungsamt hält der Sparkassen-Sprecher für wenig sinnvoll – beziehungsweise umsetzbar. „Wie oft sollen die denn hier hergehen?“ ▪ Marco Fraune

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