Papier-Forellen im Ahe-Bach

Klaus-Peter Rabe (l.) und ein Mitarbeiter der Qualifizierungswerkstatt haben das Modell des Ahe-Hammers fast fertiggestellt.

WERDOHL -   Nach nicht vorhersehbaren kleineren Problemen ist das originalgetreue Modell des Ahe-Hammers fast fertig. Es fehlt noch der geplante Rahmenumbau mit der Abdeckung aus Plexiglas und einige wenige Kleinigkeiten bis zur Vollendung.

Eigentlich wollte das Team um den gebürtigen Werdohler Klaus-Peter Rabe (62) schon Weihnachten fertig sein, aber wichtig ist der Zeitfaktor bei dieser Arbeit nie gewesen. Rabe ist Fachanleiter bei einem Qualifizierungsbetrieb in Witten. Sich an seine Werdohler Wurzeln erinnernd, hatte er den Ahe-Hammer als Modell für eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme der Mitarbeiter der Quabed der Diakonie ausgewählt.

Rabe schreibt über den Fortgang der Arbeiten: „Aber wie es so ist, wenn man zu detailverliebt ist, findet man immer noch etwas zum verändern, verschönern oder verbessern. Zwischendurch war noch die Messe in Frankfurt, auf der wieder einige Ideen entstanden sind, um zum Beispiel fließendes Wasser darzustellen. Es wurde einiges ausprobiert und verändert, damit die Wasserfläche hinter dem Ahe-Hammer möglichst naturgetreu aussieht.“ Zunächst wurde der Teichboden auf Styropor vorgezeichnet, dann mit einer speziellen Pastellgrundierung eines Künstlerfarbenherstellers aus der Schweiz grundiert. Rabe kannte dieses Produkt von seiner früheren Tätigkeit als Präsentationsmaler. Dann erfolgte die Malerei des Teichgrundes mit Pastellkreiden, die in vielen Schichten aufgetragen schöne Übergänge des schlammigen Bodens ergeben.

Die endgültige Wasserfläche entstand durch den Auftrag von farblosem Acrylspachtel, der nach der Trocknung völlig transparent und glänzend wird. Dieses Produkt wird von Künstlern gerne zur Herstellung von eigenen Farben und Spachtelmassen verwendet.

Sogar ein paar Forellen wurden von Originalfotos ausgeschnitten und unter der Spachtelmasse verklebt.

Nach der endgültigen Fertigstellung wird das Modell noch im Rahmen einer Schulung von Projektteilnehmern am Computer in 3D umgesetzt. Die fertigen Animationen sollen dann online zur Verfügung gestellt und zu Lernzwecken verwendet werden. Geplant ist, das Modell dem Heimatverein Werdohl zur Verfügung zu stellen.

Ende Mai dieses Jahres begannen die Arbeiten an der Grundplatte. „Wir stehen ja nicht unter Zeitdruck“, so Rabe, der aber Wert darauf legte, dass alle Teile heute wieder so hergestellt werden wie vor 450 Jahren.

Insgesamt gesehen, so Rabe abschließend, habe das Modell allen Teilnehmern zusätzlich zum pädagogischen Wert und Lernerfolg viel Freude bereitet.

Von Volker Heyn

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