Künstlerin Kögel zieht positive Bilanz

Pandemie-Ausstellung: Das sind die weiteren Stationen

Die Pandemie-Bilder stießen bei den Werdohlern auf großes Interesse. Im März soll die Ausstellung in Neuenrade zu sehen sein.
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Die Pandemie-Bilder stießen bei den Werdohlern auf großes Interesse. Im März soll die Ausstellung in Neuenrade zu sehen sein.

Eine ungewöhnliche Kunstaktion, die in diesen besonderen Zeiten auf große Resonanz gestoßen ist: Vom 10. bis zum 24. Oktober hat die Werdohler Künstlerin Annette Kögel ihre Pandemie-Ausstellung in der Werdohler Innenstadt präsentiert.

Rückblickend freut sich Kögel über das Interesse der Werdohler und der Besucher aus benachbarten Städten.

Schon im Rahmen der Vernissage hatten mehr als 50 Interessierte an der Führung teilgenommen. Insgesamt habe sie während der 14-tägigen Ausstellung drei Gruppen zu den 23 Planen geführt, deren Motive sich allesamt mit dem Coronavirus und den Folgen der Pandemie für die Menschen beschäftigen.

Bilder wurden jeden Tag auf- und abgehängt

Um Vandalismus vorzubeugen waren die Pandemie-Bilder an jedem Morgen an speziellen Pfosten befestigt worden und am späten Nachmittag abgenommen worden. Mitarbeiter des Bauhofes hatten die Pfosten im Vorfeld gesetzt, Bauhof-Mitarbeiter Uwe Trester und seine Arbeitsgruppe Flüchtlinge waren für das tägliche Anbringen und Abnehmen der Kunstwerke verantwortlich. „Das hat sehr gut geklappt“, lobt Annette Kögel auch, dass die Bilder stets am richtigen Platz zu finden waren.

Zur Vernissage der Pandemie-Ausstellung waren mehr als 50 Menschen gekommen. Annette Kögel führte die Kunstinteressierten durch die Stadt.

Beschädigt wurde keines der Kunstwerke, allerdings erinnert sich die Werdohlerin an einen Vorfall am 12. Oktober zu Beginn der Ausstellung: „Eine Bekannte rief mich an und erzählte mir, dass eines meiner Bilder offensichtlich gestohlen werden sollte.“ Die Werdohlerin hatte an der Goethestraße beobachtet, dass ein Jugendlicher das Bild abgenommen, zusammengerollt und im Gebüsch versteckt hatte. Als Annette Kögel am Ort des Geschehens eintraf, war die Polizei bereits vor Ort. Die Beamten konfrontierten den Jugendlichen mit dem Vorwurf, er räumte die Tat ein und führte die Polizei sofort zu dem versteckten Kunstwerk.

Werke lagern unversehrt im Atelier

Gelitten hatte die Leinwand nicht, und auch die anderen Pandemie-Bilder lagern seit Mitte Oktober unversehrt im Atelier der Werdohlerin. Spätestens im Frühling ist damit aber Schluss, denn Annette Kögel hat die Open-Air-Bilderschau als Wanderausstellung konzipiert. „Im März sollen die Leinwände in Neuenrade gezeigt werden“, berichtet Kögel. Geplant sei, die Exponate in der Gertrudenpassage und am Wall zu präsentieren. Zudem würden die Kunstwerke auch in der Nachbarstadt morgens an ihren Plätzen befestigt und abends eingelagert.

Eine weitere Station ist die Stadt Menden. Im Rahmen des Kunstfestes Passagen sollen die Pandemie-Bilder dort im September des kommenden Jahres zu sehen sein. Ob es zwischendurch noch andere Ausstellungsorte geben wird, steht noch nicht fest: „Ich warte noch auf die Antwort einiger Städte“, berichtet Annette Kögel.

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