Osterwanderung mit der Familie in Werdohl

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Eine Bank lädt zur Rast ein – allerdings ohne Rückenlehne. Den schönen Blick ins Tal kann das allerdings kaum trüben.

Werdohl - Das Osterwochenende bietet sich für gemeinsame Unternehmungen an. Wie wäre es zum Beispiel mit einer kleinen Wanderung? Dieter Benninghaus, Sprecher der Werdohler Wanderfreunde, empfiehlt eine ungefähr fünf Kilometer lange Wanderung, deren Start- und Zielpunkt sich in Pungelscheid befindet.

Einen Wanderparkplatz gibt es dort allerdings nicht, wer diese Strecke erkunden möchte, kann sein Auto in einer der Seitenstraßen oder auf dem Netto-Parkplatz abstellen. Los geht es am Pungelscheider Weg. 

Der Pungelscheider Weg in Alt Pungelscheid wirkt auf den ersten Blick fast ein bisschen verwunschen: Die Dächer der älteren Gebäude am Anfang der Straße sind zum Teil moosbedeckt, die Holzzäune stehen nicht mehr ganz gerade und die schmale Straße schlängelt sich mittendrin sanft bergauf. Hier beginnt die circa fünf Kilometer lange Wanderung auf dem Wanderweg A1, die vor allem Abwechslung zu bieten hat. 

Viele Autos fahren hier nicht entlang, so bleibt Ruhe und Zeit die Häuser neben der Straße in Augenschein zu nehmen – und sogar Denkmäler zu entdecken: Am altem Haferkasten und der alten Schmiede auf der rechten Straßenseite lohnt sich schon die erste Pause, um mehr über diese geschichtsträchtigen Bauwerke zu erfahren. 

Immer noch leicht bergauf

Dann geht es, immer noch leicht bergauf, weiter auf der asphaltierten Straße. Nach ein paar Minuten verschwindet die Wohnbebauung auf der linken Seite und macht für ein paar Meter einem kleinen Waldstück Platz. Auch rechts sind jetzt keine Häuser mehr zu sehen. Der Blick fällt auf eine große Wiese und – ein ganzes Stück darunter – auf Pungelscheid. Bevor man die asphaltierte Straße endgültig verlässt, spaziert man noch einmal an einigen Gebäuden vorbei, die zum Teil interessante Details zu bieten haben: ein schönes Wandgemälde von Werner Prinz, eine Wetterhexe, die auf einem Dach im Wind tanzt und verrät, aus welcher Richtung dieser gerade weht. Besonders idyllisch ist der kleine Teich, auf dem sich auch Gänse sichtlich wohlfühlen. 

Etwa fünf Kilometer lang ist der Spaziergang, der östlich von Pungelscheid bis an die Plettenberger Stadtgrenze führt. Es sind dabei 317 Höhenmeter zu überwinden, jeweils etwa zur Hälfte im Auf- und im Abstieg.

Kurz darauf geht die Straße in einen breiten Feldweg über. Der A1 führt jetzt zwischen Wiesen leicht bergab und gerade bei sonnigem Wetter genießt man diesen Abschnitt in vollen Zügen. Eine Bank, von der man einen schönen Ausblick hat, bietet sich für eine erste Rast an. Wer mehr Schatten sucht, geht noch ein paar Minuten weiter, und macht eine Pause wo der Wald beginnt – allerdings ohne Rückenlehne, weniger komfortabel und etwas wackelig. 

Huflattich am Wegesrand 

Die Strecke führt weiter leicht bergab. Fichten- und Mischwald wechseln sich ab. Am Wegesrand wächst Huflattich, Wildschweine haben an einigen Stellen gewühlt und ihre Spuren hinterlassen. An der ersten Abzweigung, man könnte quasi geradeaus gehen, folgt man dem Weg stattdessen nach rechts und spaziert weiter durch den Wald, der in diesem Bereich mit Moospolstern bedeckt ist. 

Nach einem scharfen Linksknick sieht man auf der linken Seite Hochspannungsmasten. In der Nähe des kleinen Jägerausgucks, der wenig später ein bisschen abseits am rechten Wegesrand seinen Platz hat, wachsen in kleinen Gruppen immer wieder Schneeglöckchen. 

Fast auf Plettenberger Gebiet

Immer noch folgt man dem Weg bergab, bis eine Spitzkehre scharf nach links und bergauf führt. Würde man an dieser Stelle geradeaus und weiter bergab gehen, käme man auf einem asphaltierten Weg auf Plettenberger Stadtgebiet. 

Jetzt ist das Wandern etwas anstrengender. Ein Stück geht es durch Nadelwald, die Almecke fließt zunächst auf der linken Seite entlang, bis zu einer Weggabelung. Dort plätschert der Bach unter dem Weg her. Man folgt dem Hauptweg geradeaus, es wird steiler und jetzt befindet sich die Almecke rechts unterhalb des Wanderweges. Oberhalb des Weges hat im Januar Sturm „Friederike“ Spuren hinterlassen. Einige Minuten geht es bergauf, dann zweigt der A1 nach rechts auf eine große Wiese ab. Eine Bank lädt zur Rast ein, Kinder finden hier einen idealen Platz zum Toben und Spielen. 

Apropos finden: Auf dem „Finder-Pfad“, wie auf einem Schild zu lesen ist, geht es bergab quer durch die Wiese. Dann führt der Pfad wieder bergauf, am Waldrand entlang. Auch hier hat der Sturm Bäume entwurzelt. Zwei liegen auf dem Weg, doch es ist nicht besonders schwierig drüberzuklettern – oder in den Wald auszuweichen und die Hindernisse zu umgehen. Scheinbar am Ende des Pfades wartet die Almecke auf den Wanderer. Ein etwas abenteuerlicher Metallsteg führt hinüber. 

Vorbei an der Anlage Hesewinkel

Dann geht es ein kurzes Stück steil und kurvig bergauf. Schließlich gelangt der Wanderer auf einen breiteren Weg und folgt ihm nach rechts. Nach wenigen Metern sind die ersten Grundstücke der Schrebergartenanlage Hesewinkel zu erkennen.

Dann taucht etwas höher gelegen, das Ortsschild von Pungelscheid auf. Wer immer geradeaus geht und der Straße folgt, gelangt automatisch wieder zum Pungelscheider Weg, hält sich bergauf und rechts – und ist schon bald wieder am Ausgangspunkt der Wanderung.

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