Osterfeuer vertreiben die klirrende Kälte

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In Werdohl loderten am Wochenende gleich mehrere Feuer in der Stadt. ▪

WERDOHL ▪ Die Nachttemperaturen sollten deutlich unter null Grad sinken – da kam am Samstagabend hunderten von Besuchern auf dem Schützenplatz die Wärme des gewaltigen Osterfeuers gerade recht. Im Stadtgebiet sorgten am Osterwochenende gleich mehrere Feuer für die nötige Wärme.

Die fleißigen Helfer des Werdohler Schützenvereins hatten kunstvoll einen imposanten Holzstoß aufgeschichtet, dessen Flammen hoch in den Himmel züngelten. Die davon ausgehende Hitze sorgte zunächst für einen gemessenen Abstand der plaudernden Besucher. Im Laufe des Abends schmolz dieser allerdings immer mehr zusammen und der Ring der Besucher verengte sich um den glühenden Haufen. Bis auf die Temperatur spielte das Wetter gut mit, aber das gigantische Lagerfeuer mit seiner muckeligen Wärme machte die abendliche Kälte mehr als wett. Für die Kinder gab es ein harmloseres Extra-Feuer, für das die Jüngsten bereitwillig Holz herbei schleppten, um die Glut damit zu füttern.

Imposant anzusehen war auch der Holzstoß des Zuges 3 des Versetaler Schützenvereins, der auf dem Schützenplatz Altenmühle entzündet wurde. Auch dort blieben viele Besucher dank des wärmenden Feuers bis tief in den Abend, trafen Freunde, plauderten und tranken das eine und andere Bierchen.

Auch hier gab es ein Kinderfeuer, um den Nachwuchs an den verantwortungsvollen Umgang mit einem Lagerfeuer heranzuführen.

Überhaupt wurde den Kindern viel geboten: Schon am Nachmittag hatten sie sich im Vereinsheim versammelt, um Ostereier zu bemalen. Anschließend machten sie eine Fackelwanderung und entzündeten dann ihr eigenes Feuer.

Auch die Veranstaltung des CVJM Werdohl war vor allen Dingen für Familien mit kleineren Kindern gedacht. Zum zweiten Mal fand am Sonntagabend bei guten äußeren Bedingungen auf dem Hof vor der Friedenskirche in Eveking eine komplett anders konzipierte Veranstaltung statt. Zum Auftakt fand in der Friedenskirche eine kleine Andacht statt. Musikalisch gestaltet wurde sie von Oli Eckardt (Gitarre) und Uli Daedelow (Schlagzeug). Daniel Hüsmert ging der Frage nach, was das Osterfeuer mit Moses zu tun hat. Dabei erinnerte er daran, dass das Volk Israel von Gott durch die Wüste geführt wurde. Als Wegweiser dienten tagsüber Staub- und nachts Feuersäulen. Von dieser Einleitung aus entwickelte Hüsmert den Sprung zu der Erkenntnis, dass Jesus nach seiner Auferstehung das wahre Licht sei, das den Menschen leuchte – immer und zu jeder Zeit. Jesus als Licht der Welt, so die am Ende übermittelte Botschaft. Im Anschluss bat Daniel Hüsmert die Kinder nach vorn in den Altarraum. Dort entzündeten sie Fackeln, um anschließend auf den Kirchhof zu gehen und die vorbereiteten Holzstöße in einem großen Feuertopf und mehreren Gitterschalen zu entzünden. Bei zunehmender Glut bestand dann Gelegenheit zum Stockbrotbacken.

Schon von weitem war das Osterfeuer der Pfadfinder St. Michael am Ostersonntag zu sehen. Trotz der Kälte hatten zahlreiche Besucher den Weg zum Biwakplatz am Kettling gefunden, um sich am Feuer zu wärmen. Alle Altersstufen waren vertreten und feierten rund um das wärmende Feuer, das die eher winterlichen Temperaturen vergessen ließ. Traditionell war mit einer Andacht in der Kirche St. Michael begonnen wurden, bei der auch die Osterkerze angezündet wurde.

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