Ortsheimatpfleger haben viel vor

+
Stellten sich im Rathaus dem Bürgermeister (Zweiter von rechts) vor: Günter Reitz (v.l.), Barbara Funke und Heiner Burkhardt. ▪

WERDOHL ▪ Viel vorgenommen hat sich das neue Team Ortsheimatpflege um Barbara Funke, Günter Reitz, und Heiner Burkhardt. Die Drei trafen sich gestern mit Bürgermeister Siegfried Griebsch, um über ihre Pläne zu informieren. „Wir sind sehr froh, dass wir durch das neue Team fachlich gut aufgestellt sind“, sagte das Stadtoberhaupt.

Stadtgänge und Museumsführungen speziell für Grundschulkinder will Günter Reitz zukünftig anbieten. Der ehemalige Rektor der Grundschule Kleinhammer will sich in dem Team vor allem um die Zusammenarbeit mit den Schulen kümmern. So will er gemeinsam mit den Lehrkräften Arbeitsblätter entwickeln. Auch sei es denkbar, dass er selbst mal wieder hinter dem Lehrerpult Platz nehme, um den Kindern die Geschichte ihrer Heimatstadt zu vermitteln.

VHS-Leiterin Barbara Funke will sich um das Schrifttum und die Volkskunde kümmern während Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimatvereins, die Bau- und Bodendenkmalpflege betreuen wird. „Zusammen wollen wir uns um die Ortsgeschichte kümmern,“ so Burkhardt.

Dem Team sei es vor allem wichtig, historisches aber auch zeitgenössisches Material über Werdohl zu sammeln. Dieses soll den Bürgern dann im Stadtarchiv, das wie auch das Stadtmuseum künftig in den Bahnhof zieht, zugänglich gemacht werden.

„Eine städtische Kraft soll von einer Archivarin angeleitet werden, um das Archiv zu betreuen“, erklärte Bürgermeister Siegfried Griebsch die Pläne. Die Übernahme des Stadtarchivs vom Kreis sei eine Pflichtaufgabe. Dadurch, dass sowohl das Stadtmuseum als auch das Archiv in den Bahnhof ziehen, sehen die Mitglieder des Teams Ortsheimatpflege und Bürgermeister Griebsch Synergieeffekte. „Wenn wir als Ortsheimatpfleger etwas von den Bürgern bekommen, dann soll es im Archiv für jedermann einsehbar sein“, so Burkhardt.

Zudem einigten sich die neuen Ortsheimatpfleger mit dem Bürgermeister darauf, dass sie über Baumaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden informiert werden, um beispielsweise die Historie der alten Gemäuer zu dokumentieren. Ferner wird das Team zukünftig benachrichtigt, wenn Abbruchgenehmigungen erteilt werden, um auch hier noch Fotos zu Dokumentationszwecken zu machen. Das Team erklärt sich auch bereit, bei der Aufarbeitung von Nachlässen behilflich zu sein, um für die Stadtgeschichte wichtige Dokumente und Fotos zu sichern.

„Wir wollen zukünftig auch Festschriften von Firmen und Vereinen sammeln“, hofft Barbara Funke auf die Zusammenarbeit mit den heimischen Unternehmen. Darüber hinaus sollen Stadtführer ausgebildet werden, die Stadtrundgänge anbieten. „Wir appellieren an alle Bürger , sich zu melden, wenn sie Funde zur Stadtgeschichte machen“, so Heiner Burkhardt, Tel. 1 08 87, Barbara Funke, Tel. 91 83 12 und Günter Reitz, Tel. 7 12 91. ▪ ute

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare