Orientierung via Smartphone bald auch in Werdohl

Manfred Hoh, Elke Kurz, Hans-Ulrich Wershoven, Mechthild Hücker, Reinhardt Haarmann und Siegfried Griebsch (von links) freuen sich auf den Start der App.

WERDOHL ▪ „Niemand, der in der Öffentlichkeit unterwegs ist, kommt heute an den neuen Medien vorbei“, erklärt Hans-Ulrich Wershoven, Geschäftsführer der Werdohler Firma RegioVia. Und so soll auch Werdohl bald eine eigene App bekommen.

Von Jana Peuckert

Die App soll insbesondere Ortsunkundigen bei der Orientierung in der Stadt helfen. Unter den Punkten Sehenswürdigkeiten, Ausgehen, Einkaufen, Übernachten und Bürgerservice erscheinen alle wichtigen Details über Werdohl. Sucht jemand zum Beispiel ein Restaurant, so könne er unter der Kategorie Ausgehen aus sämtlichen Lokalitäten der Stadt das Passende aussuchen. Dabei sind neben der Adresse und der Telefonnummer auch die Öffnungszeiten abrufbar.

Hilfreich sei auch eine Karte von Werdohl, die den Weg zum gewünschten Zielort anzeigt. Ist auf dem Smartphone ein Navigationssystem installiert, kann der Nutzer sich direkt überall hinführen lassen.

„Alles fing damit an, dass wir unsere Werdohl-Homepage smartphonegerecht gestaltet haben. Manfred Hoh vom Aktionskreis-Tourismus hat in diesem Zuge die Anregung gegeben, ob nicht eine Werdohl-App sinnvoll sei“, erläutert Werdohls Bürgermeister Siegfried Griebsch die Anfänge der Entstehung. Schnell sei die Idee als gut befunden und an die EDV-Abteilung der Stadt weitergeleitet worden. “Am 25. Januar gab es die ersten Gespräche“, erinnert sich Reinhardt Haarmann von der EDV-Abteilung. Einige Zeit später habe Hans-Ulrich Wershoven die App als leeres Gerüst geliefert.

Umgehend sei die App mit Inhalt gefüllt worden. Dazu habe die Stadt Briefe an sämtliche Einzelhändler, Restaurants und andere interessante Einrichtungen mit der Bitte geschickt, so schnell wie möglich zu antworten, und sich in die App aufnehmen zu lassen. „Bisher haben sich noch nicht alle zurückgemeldet. Das ist sehr schade“, bedauert Reinhardt Haarmann. Hans-Ulrich Wershoven rät den Unternehmen, die Möglichkeit der App zu nutzen: „Gerade die Einzelhändler müssten sich die Finger danach lecken, aufgenommen zu werden. Das Verbreitungsgebiet ist wirklich enorm ist. Egal ob ich in Werdohl oder in Australien sitze, überall kann ich die App nutzen. Eine Studie hat ergeben, dass die Zahl der App-Nutzer in den kommenden zwei Jahren um 100 Prozent ansteigen wird.“ Sobald es Neuerungen innerhalb der Werdohl-App gebe, werde diese sofort an den Nutzer weitergeleitet. So seien alle stets auf dem neuesten Stand.

Die App sei so eingerichtet, dass sie jederzeit erweiterbar und auch auf andere Städte übertragbar sei. „Es ist für die Stadt Werdohl ein gewaltiges Vermarktungselement“, zeigt sich Siegfried Griebsch begeistert von der App. Es gehe darum, zu zeigen, was Werdohl zu bieten hat. Die Anwendung sei schnell, flexibel und einfach. „Wenn man an der Lenne steht, kann man schnell herausfinden, was es um einen herum alles so gibt. Das ist wirklich sehr praktisch“, so der Bürgermeister, der sich bei der offiziellen Vorstellung des Produktes ausführlich bei den Mitarbeitern der EDV-Abteilung und bei Hans-Ulrich Wershoven für die gute Zusammenarbeit bedankte. In zwei Wochen soll die App online gehen und kostenlos in den App-Stores für die Systeme Apple und Android erhältlich sein.

Apps sind zusätzliche Programme für Smartphones, also für Mobiltelefone, die in der Lage sind, mehr Computerfunktionalitäten auszuführen als herkömmliche Handys. Im Vergleich zu Homepages bieten Apps den Vorteil, dass Daten einmalig auf das Smartphone geladen werden und dann sehr schnell zur Verfügung stehen. Durch die Verwendung von Apps entstehen keine Verbindungskosten im Internet.

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