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Orientierung im Berufe-Dschungel: Diese Städte laden ein

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Von: Volker Griese

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Die Maske als Schutz vor einer Corona-Infektion war bei der Berufsorientierungsmesse im vergangenen Jahr noch allgegenwärtig. Jetzt kann sie wegfallen, was die Organisatoren als positives Zeichen werten.
Berufsorientierungsmesse im Festsaal Riesei in Werdohl. © Volker Griese

Es sei „ein positives Zeichen“, dass etwas wieder möglich sei, auf das man noch vor einem Jahr habe verzichten müssen, sagte Sandra Horny mit Blick auf die zwölfte Auflage der Berufsorientierungsmesse (Bom) im Festsaal Riesei.

Werdohl – Am Mittwoch, 28. September, richten die Städte Werdohl und Neuenrade dort wieder gemeinsam einen Marktplatz der Möglichkeiten aus, auf dem sich Unternehmen und potenzielle Auszubildende treffen können.

Nachdem die Bom im Jahr 2020 wegen der Coronapandemie zunächst verschoben und dann ganz abgesagt worden war, konnte die Veranstaltung im vergangenen Jahr unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen und mit weniger Unternehmen zumindest wieder stattfinden. Für dieses Jahr sind die Organisatoren nun zuversichtlich, die Messe wieder fast wie vor der Pandemie durchführen zu können.

„Wir sind wieder voll im Modus wie vor Corona“, freute sich Sandra Horny von der Stadt Neuenrade, die mit Andreas Haubrichs und Michael Tauscher von der Stadt Werdohl das Organisationsteam bildet. Sogar die Maskenpflicht falle weg. Wer sich mit Maske sicherer fühle, könne sie aber natürlich tragen.

Immerhin würden zur Bom nicht nur knapp 600 Schülerinnen und Schüler der Werdohler und Neuenrader Schulen erwartet, sondern auch knapp 50 Aussteller. Einige Firmen und Organisationen sind sogar neu dabei, beispielsweise der Neuenrader Automatisierungsspezialist IBG, die Metallverarbeiter der Lüdenscheider Wachsmuth-Gruppe oder das Plettenberger Traditionsunternehmen Prinz.

Sogar bis nach Bochum hat sich offenbar herumgesprochen, dass die Bom eine gute Gelegenheit bietet, Nachwuchskräfte auf sich aufmerksam zu machen, denn erstmals wird dort die private Technische Hochschule Georg Agricola vertreten sein.

Die bietet Studiengänge unter anderem in den Wissenschaftsbereichen Georessourcen, Materialwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen an und erforscht vor allem den sogenannten Nachbergbau und ermöglicht dabei sogar einen weltweit einzigartiges Master-Studium.

Dass die Zahl der Aussteller gegenüber 2021 wieder gestiegen ist und die Unternehmen sogar dankend Standplätze auf dem Außengelände angenommen haben, kommt für Andreas Haubrichs nicht ganz überraschend. Das Interesse an der Bom sei größer geworden, seitdem die Unternehmen zunehmend Probleme hätten, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen, ist seine Erfahrung. Sandra Horny kann das bestätigen: „Selbst attraktive Stellen können ja mittlerweile nicht besetzt werden – das gab’s noch nie!“

Anders als im vergangenen Jahr wird es bei der Bom am 28. September wieder den Check-up geben, ein moderiertes Gespräch, das Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit gibt, Auszubildende beispielsweise zu fragen, wie sie an den Job gekommen sind, wie ein Bewerbungsgespräch abläuft oder wie sie die ersten Jahre ihrer Berufsausbildung geschafft haben.

Auch fachbezogene Fragen sind denkbar, damit man möglichst herausfinden kann, ob die angestrebte Berufsausbildung wirklich das Richtige ist. „Das kommt immer richtig gut an“, versicherte Sandra Horny. Zum Check-up finden Interessierte ganz leicht, indem sie auf der Bom den Schildern folgen.

Weil die Eltern bei der Berufswahl junger Menschen wichtige Ansprechpartner sind, bietet die Bom auch wieder eine Eltern-Zeit an: Bereits am Dienstag, 27. September, können Jugendliche mit ihren Eltern zwischen 17 und 19 Uhr in den Festsaal Riesei kommen und dort den Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben suchen. „Auch Interessierte, die vielleicht eine Umschulung planen oder sich beruflich neu orientieren möchten, können dann zu uns kommen, wir schicken niemanden weg“, lädt Sandra Horny ein.

Für Unternehmen, die noch Ausbildungsstellen besetzen möchten, bietet die Bom das Schwarze Brett an. Dort können Unternehmen ihre Angebote einem großen Publikum zugänglich machen, wenn sie die Stellenausschreibung bis zum 23. September eingereicht haben.

Für die Jugendlichen wird es wieder ein Quiz geben, bei dem Fragen rund um die Aussteller der Bom zu beantworten sind. Zu gewinnen sind ein iPad, ein Tablet-PC und Bluetooth-Lautsprecher.

Bom im Internet

Auf der Internetseite www.bom-mk.de finden Interessierte eine Liste der beteiligten Unternehmen und einen Standplan, das Bom-Quiz und ein Formular für das Schwarze Brett.

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