Neujahrsempfang im Vier Jahreszeiten

Austausch in ungezwungener Runde

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Zeit für Gespräche: An den Tischen überall im Saal kamen die Menschen miteinander ins Gespräch. Dabei ging es nicht immer bierernst zu. Es wurde auch viel gelacht.

Werdohl - Nach einem Jahr Pause gab es am Sonntagvormittag wieder einen Neujahrsempfang im Restaurant Vier Jahreszeiten. Zuvor hatte die Veranstaltung drei Jahre lang der Bürgerstammtisch getragen. Jetzt hatten erst die SPD und dann der Heimat- und Geschichtsverein eine Neubelebung angeregt und beharrlich dafür gekämpft.

Letztlich gelang es den Initiatoren mit dem Kleinen Kulturforum, dem Werdohler Schützenverein, dem Stadtsportverband, dem Kulturverein Werdohl heute und dem Bürgerstammtisch eine Reihe von Mitstreitern zu finden. Nach und nach sicherten auch alle Ratsfraktionen ihre Unterstützung zu. Und das Stadtmarketing half schließlich bei der Umsetzung.

Der Lohn war ein brechend voller Saal im Vier Jahreszeiten. Die überaus zahlreichen Besucher wurden von Bürgermeisterin Silvia Voßloh begrüßt mit den Worten: „Wir hier in Werdohl lieben unsere Stadt und darauf bin ich stolz.“ Sie sprach positive wie negative Ereignisse des vergangenen Jahres an, wie einerseits der Eröffnung des neuen Hallenbades und andererseits der Aufgabe eines Werdohler Standortes der Firma Georg Fischer. Als sie letztlich auch auf den wieder voll befahrbaren Pungelscheider Weg hinwies, kam zunächst Unruhe im Saal auf, worauf donnernder Applaus folgte. Die Bürgermeisterin dankte abschließend den zahlreichen Ehrenamtlichen in der Stadt und hob dabei die Feuerwehr ausdrücklich hervor.

Die Organisatoren zeigten sich zufrieden. So sagte Heinz Rohe vom Kleinen Kulturforum: „Es sind deutlich mehr Besucher als in den Vorjahren da. Das hier ist eine gelungene Sache.“

Richard Müller-Schlotmann vom Stadtsportverband bilanzierte: „Es war eine gute Entscheidung, auf wenig Programm zu setzen. Es ist schön, so Gelegenheit zum Austausch zu haben.“

Udo Müller vom Werdohler Schützenverein störte etwas die Lautstärke der Alleinunterhalterin, die später auch etwas zurückgenommen wurde. „Es ist gut, dass das Angebot heute Morgen so gut angenommen wird.“ Heiner Burkhardt vom Heimat- und Geschichtsverein schaute sich um und stellte zufrieden fest: „Es sind viele Entscheidungsträger hier, wie beispielsweise die Leitungen der Werdohler Schulen. Das ist sehr erfreulich.“ Dann fügte er hinzu: „Und die Atmosphäre wird von Minute zu Minute lockerer.“

Peter Kölsche, frisch neu ins Amt gewählter Vorsitzender des Kulturvereins Werdohl heute, gefiel der ungezwungene Rahmen. „Was mir fehlte, war nur das Werdohl-Lied, welches die Singende Grundschule vor zwei Jahren noch gesungen hatte.“ Dieses Mal sangen die Mädchen und Jungen in verschiedenen Sprachen „Guten Morgen“ und wurden von Teilen des Publikums ausdrücklich für dieses Statement gelobt. Allerdings schenkten nicht alle Besucher den Kindern vollumfänglich ihr Gehör.

Zu Gast war am Sonntagmorgen auch Stefan Guzu, seit Beginn des Jahres neuer Bürgermeister der Partnerstadt Stavenhagen. Er sagte, er habe nicht viel Gelegenheit gehabt, sich Werdohl anzusehen, plane aber die Zusammenarbeit der beiden Kommunen zu erweitern – „etwa im kulturellen Bereich oder zwischen den Schützenvereinen“.

Begrüßt wurde von Voßloh Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann.

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