Ordnungsamt wird Raucherclubs kontrollieren

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Die Raucherclubs stehen auf dem Prüfstand. ▪

WERDOHL ▪ Die Raucherclubs in Werdohl haben vorerst kein Unheil zu befürchten. Obwohl nach dem Eilbeschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster nicht einfach der Nichtraucherschutz durch einen Hinweis an der Tür ausgehebelt werden darf, wartet die Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel weitere Nachrichten aus dem Düsseldorfer Landtag ab. Es handele sich bei dem der Entscheidung des Gerichts zugrunde liegenden Urteil um einen speziellen Einzelfall.

„Unsere Clubs haben sich nicht auf die Fahne geschrieben, das Rauchen zu fördern“, weist Mentzel auf den ihrer Ansicht nach entscheidenden Unterschied hin. Die vier bis fünf Raucherclubs auf dem Stadtgebiet unterlägen daher der aktuellen Gesetzeslage. „Und diese hat sich nicht geändert.“

Besuchen werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Wirte der heimischen Raucherclubs dennoch. „Wir machen die Kontrollen regelmäßig und dieses Jahr sind die Raucherclubs an der Reihe.“ Dabei handele es sich um eine klassische Gaststättenkontrolle. Mentzel und ihre Mitarbeiter wollen zugleich erfahren, wie der Betrieb erfolgt. „Wir haben bislang wenig Einsicht.“ Das soll sich ändern. „Dieser Aufgabe wollen wir uns in diesem Jahr widmen.“

Anlass aktiv zu werden, hat es laut dem Ordnungsamt bislang nicht gegeben. So hätten sich bislang keine Bürger über die Raucherclubs beschwert. Andrea Mentzel ist sich außerdem sicher, dass keiner der Wirte die Förderung des Rauchens wollen. „Dort treffen sich Menschen, die gemeinsam rauchen.“

Wie lange dies überhaupt noch möglich ist, wird sich nach ihrer Einschätzung aber schon in naher Zukunft herausstellen. Nach Auskunft des Landes werde der Nichtraucherschutz angepasst. Mentzel: „Es wird in NRW verschärft.“ Doch bis eine neue Gesetzeslage auf den Weg gebracht und verabschiedet sei, bleibe es bei den aktuell gültigen Vorgaben. Nach denen hätten die Raucherclubs in Werdohl nur wenig zu befürchten. ▪ Marco Fraune

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