Optimismus beim Traditionsunternehmen

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Die beiden Fachanwälte für Insolvenzrecht Sabine Köhler und Martin Buchheister (v.l.) unterstützen Klaus und Gisela Hinse bei der Rettung des Werdohler Unternehmens. ▪

WERDOHL ▪ Nachdem – wie bereits berichtet – für das Werdohler Traditionsunternehmen Elektro Hinse GmbH & Co KG in der Esmecke Ende April das endgültige Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, zeigten sich am Dienstag sowohl die beiden Rechtsanwälte für Insolvenzrecht Sabine Köhler und Martin Buchheister als auch Firmeninhaber Klaus Hinse und seine Frau Gisela optimistisch, das Unternehmen wieder auf sichere finanzielle Beine zu stellen.

„Es ist wieder Belebung am Markt. Das stimmt positiv“, erklärt Klaus Hinse die Gründe, weshalb wieder positiv in die Zukunft geblickt werde. Außerdem stünden die Kunden nach wie vor zum Unternehmen. „Sowohl in der Industrie, dem Handel und im privaten Sektor zieht es langsam wieder an.“

Insolvenzverwalter Buchheister betonte: „Es gab kein Missmanagement.“ Das Ehepaar Hinse berichtet von extremen Umsatzrückgängen, die sie in die finanzielle Notlage brachten. „Mitte des vergangenen Jahres ging es stark bergab.“ Erklärtes Ziel sei es nun, das Planverfahren durchzuführen, und die Gläubiger nach einer Rangordnung zu versorgen, führte Buchheister die weitere Vorgehensweise aus. „Wir versuchen den Gläubigern begreifbar zu machen, dass das Planverfahren besser ist als die Liquidation.“ Zwar handele es sich um eine schwierige Branche, da langfristige Auftrags-Planungen nicht möglich seien. Doch auch die Hausbank stehe dem Planverfahren positiv gegenüber, berichtete Sabine Köhler. „Etwa zwei Jahren werden wir schätzungsweise brauchen.“ Des Weiteren werde aber nach wie vor auch nach einem Investor gesucht. ▪ sr

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