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„Zweitjob“ für Werdohler Schulleiter: Oliver Held bald auch in Plettenberg

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Von: Georg Dickopf

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Oliver Held, Leiter der Städtischen Realschule Werdohl, hier an seinem ersten Schultag am 28. August 2019. Am 1. Februar wird er zusätzlich auch Leiter der Geschwister-Scholl-Realschule in Plettenberg.
Oliver Held, Leiter der Städtischen Realschule Werdohl, hier an seinem ersten Schultag am 28. August 2019. Am 1. Februar wird er zusätzlich auch Leiter der Geschwister-Scholl-Realschule in Plettenberg. © Volker Griese

Seit 2019 ist Oliver Held der Leiter der Städtischen Realschule Werdohl. Schon bei seinem Dienstantritt am Köstersberg war klar, dass die Schule schließen würde und sein Engagement deshalb im Sommer 2025 enden würde. Nun wird er bereits in diesem Sommer auch die Leitung der Geschwister-Scholl-Realschule in Plettenberg übernehmen.

Werdohl/Plettenberg – Des einen Freud, des anderen Leid. Während die Städtische Realschule in Werdohl vor dem Aus steht und sich die Türen dort im Sommer 2025 für immer schließen, schießen die Schülerzahlen an der Geschwister-Scholl-Realschule in der Nachbarstadt Plettenberg in die Höhe. Lagen diese noch vor einigen Jahren knapp über 500, sind es mittlerweile fast 600 Schüler – Tendenz steigend.

„Rund 30 bis 40 Prozent unserer Schüler kommen mittlerweile aus Werdohl“, sagt Schulleiterin Monika Storm, die auch im Sommerhalbjahr wieder mit vier Eingangsklassen und 100 bis 120 neuen Schülern rechnet. Kennenlernen wird sie die zukünftigen Fünftklässler aber nicht mehr, denn nach der Zeugnisausgabe am 20. Januar verabschiedete sich Monika Storm am 25. Januar im Kollegenkreis und hat am 31. Januar ihren letzten Arbeitstag als Leiterin der Geschwister-Scholl-Realschule im Böddinghauser Schulzentrum. Die 63-jährige Grevenbrückerin nutzt die Möglichkeit, frühestmöglich in Pension zu gehen und freut sich auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann, die sie für längere Reisen und Zeit mit den beiden erwachsenen Kindern und den beiden Enkeln verbringen möchte.

Ihre Nachfolge an der Plettenberger Realschule ist bereits seit längerer Zeit geklärt. Oliver Held, Leiter der Städtischen Realschule in Werdohl, wird zum 1. Februar ihre Nachfolge antreten und freut sich auf die Herausforderung, mittelfristig für zwei Realschulen verantwortlich zu sein.

Er werde zukünftig voraussichtlich an drei Tagen in der Woche in Plettenberg und an zwei Tagen in Werdohl arbeiten. Aktuell seien noch 200 Schüler an der Werdohler Realschule. Ab Sommer reduziere sich die Zahl dann auf 130 Schüler und im Jahr 2024 werden dann die letzten Klassen (60 Schüler) in Werdohl betreut.

Vier Lehrer sollen ebenfalls wechseln

Ein Gutes habe die Schließung aber, denn mindestens vier Kollegen würden demnächst ebenfalls an die Realschule in Plettenberg wechseln.

Und dort kann man Verstärkung gebrauchen, denn laut Schulleitern Monika Storm habe man einen Fehlbedarf von drei bis vier Vollzeitstellen.

Monika Storm, Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Realschule, geht Ende Januar mit 63 Jahren in den Ruhestand.
Monika Storm, Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Realschule, geht Ende Januar mit 63 Jahren in den Ruhestand. © Volker Heyn

„Wenn auf dem Weg dort mehr Stellen besetzt werden können, ist das schön“, findet Held, der 2019 als Leiter zur Werdohler Realschule wechselte und die Schule auch in den nächsten zweieinhalb Jahren als Rektor weiter betreuen wird – bis zu dem von der Bezirksregierung Arnsberg verordneten Ende im Sommer 2025. „Dann habe ich hier die Schule geschlossen, auf die schon meine Mutter gegangen ist“, sagt der 52-Jährige, der einst bei der Post arbeitete und erst mit 35 Jahren sein Lehramtsstudium begann. Lobenswert findet der Ratsherr der Altenaer Grünen die digitale Ausstattung der Werdohler Schule: „An der Städtischen Realschule hat jeder Schüler ein iPad zu Verfügung“.

Der Vater von zwei erwachsenen Söhnen freut sich auf die neue Herausforderung in Plettenberg und steht mit Monika Storm im regen Austausch. Unterstützt wird er dort von der ersten Konrektorin Kerstin Gerhardus und dem 2. Konrektor Michael Stemski, den er aus Werdohler Zeiten kennt. Der in Altena wohnhafte zukünftige Doppelschulleiter will nach Plettenberg mit dem Zug fahren und dabei sein E-Bike mitnehmen.

„In 18 Minuten schafft man es nur mit dem Zug von Altena nach Plettenberg“, weiß Held, der auch über die laufenden Umbauarbeiten in Plettenberg wegen der festgestellten Asbest- und PCB-Belastungen komplett im Bilde ist und sich auf die Fertigstellung der Räume und den Ausbau der Digitalisierung freut.

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