SV Old- und Youngtimerserie: Der Buckelvolvo

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Dank seines charakteristischen Hinterteils wird der PV 544 genauso wie das Vorgängermodell PV 444 Buckelvolvo genannt. Rainer Vogt kaufte den grau-blauen Wagen vor drei Jahren.

WERDOHL - Als robust, langlebig, solide, zuverlässig und vor allem alltagstauglich beschreibt Rainer Vogt seinen so genannten „Buckelvolvo“. Den Namen verdankt der Wagen seinem charakteristischen Hinterteil Seit 2010 ist der 56-jährige Werdohler stolzer Besitzer des PV 544, Baujahr 1962. „Ich wollte schon seit ewigen Zeiten ein solches Auto haben. Das ist so eine Liebhaberei von mir“, sagt Vogt.

Von Ute Heinze

12 000 Euro hat der blau-graue Wagen gekostet. „Ich habe mir einen Oldtimer gewünscht, den ich immer fahren kann“, erklärt Vogt und fügt hinzu: „Eben kein Garagenauto, das ich nur bei strahlendem Sonnenschein fahre.“ Lange hat Vogt nach dem Auto gesucht, das er und seine Frau Sabine liebevoll „Volvi“ nennen.

Nach Besuchen bei Händlern im Rheinland und Ruhrgebiet wurde Vogt vor drei Jahren endlich im Siegerland fündig. „Der Händler hatte Kontakte nach Schweden. Dort wurde unser Buckovolvo auch restauriert. Der Händler gewährte sogar ein Jahr Garantie auf das Auto“, erinnert sich Vogt. Vor allem die Garantie war ihm damals wichtig. „Schrauben, das ist nicht so mein Ding“, berichtet er. Fahren, Putzen und Pflegen stehen bei ihm im Vordergrund. Und bisher hat ihm der Buckevolvo auch noch keine Gelegenheit zum Schrauben gegeben. „Mir war es damals wichtig, dass das Auto in einem super Zustand ist und zuverlässig läuft.

Mit seinem Oldtimer besucht Vogt, der gebürtig aus Essen stammt, gerne alte Freunde im Ruhrgebiet oder im Münsterland. Auch Tagesfahrten in die Umgebung stehen bei den Vogts regelmäßig auf dem Programm. Dann geht es mit Hündin Lilli, deren Box auf der Rückbank einen festen Platz hat, zu den nahegelegenen Stauseen in der Umgebung oder zu Oldtimertreffen. „In diesem Jahr waren wir schon zigmal unterwegs“, sagt der Maschinenbautechniker. Egal wo er und Frau Sabine mit dem Auto halten, überall werden die beiden angesprochen. „Dann klopfen die Leute meist ans Heck und sagen ‘ Das war mal echter Schwedenstahl’“. Denn mit dem Buckelvolvo, so der 56-Jährige, sei der skandinavischen Auto-Firma der Durchbruch gelungen. Schließlich sei es der erste Wagen mit Sicherheitsgurten gewesen.

Ehefrau Sabine ist von „Volvi“ ebenfalls ganz angetan: „Mir gefällt vor allem, dass die alten Teile so langlebig sind und dass der Buckelvolvo so zuverlässig läuft.“

Nur Originalteile sind an dem Gefährt verbaut. Lediglich die Handyhalterung am Armaturenbrett passt nicht so ganz ins Bild. „Die braucht man aber, wenn man viel unterwegs ist“, erklärt Vogt den Stilbruch.

Rund oder eckig, so richtig sei die Form des Wagens nicht zu beschreiben. „Doch die recht markanten klassischen Oldtimerlinien sind einfach toll“, erklärt Vogt, was ihn an dem Auto fasziniert.

Dank des Doppelvergasers hat das Auto 84 PS. 150 Kilometer pro Stunde bringt der Wagen auf die Straße. Die Motorhaube geht wie bei einem Sportwagen nach hinten auf. Seit fünf Jahren wohnt Rainer Vogt in Werdohl. Der Liebe wegen zog er damals in die Stadt an Lenne und Verse. „Als ich damals hier her kam, hatte ich noch einen alten Käfer, den ich von meinem Vater übernommen hatte. Der war auch in einem super Zustand. Doch weil wir hier damals keine Garage hatten, haben wir den Käfer verkauft“, berichtet der Oldtimerliebhaber von seinem ersten alten Wagen.

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