„Ohne Eltern läuft hier nichts“

Auch die Kleinen halfen am Samstag bei der Verschönerung der Klassenräume der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule mit. - Fotos: Wieschmann

WERDOHL - Mit Farbroller und Pinsel haben am Wochenende engagierte Helferinnen und Helfer sechs Klassenräume der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule am Standort Königsburg verschönert.

„Ohne die Eltern läuft hier gar nichts“, betonte Schulleiterin Sibille Böddecker – und lobte damit ausdrücklich den ehrenamtlichen Einsatz der Eltern. Rund 20 von ihnen haben sich daran gemacht, den Klassenzimmern einen neuen Anstrich zu verpassen. „Wir wollen einfach die Lernumgebung unserer Kinder verschönern“, so Sandra Laucke. Ihre ehrenamtliche Arbeit wollen sie auch als Bekenntnis für den Standort Könisgburg verstanden wissen. Zur Zeit besuchen 190 Kinder die Schule.

Auch Bürgermeister Siegfried Griebsch überzeugte sich am Samstag von der Qualität der Arbeit. Immerhin hat die Stadt zwölf Farbeimer in den Tönen gelb und blau mit jeweils 20 Litern Inhalt und 40 Rollen Abklebeband zur Verfügung gestellt.

„Im vergangenen Jahr mussten die Eltern ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen und einen ‘Proberaum’ streichen“, sagt Böddecker. Das Resultat überzeugte, so dass die Stadt grünes Licht für eine Fortsetzung geben konnte. Die positive Veränderung der Umgebung kann sich sehen lassen. Bereits nach wenigen Stundenwar der Unterschied zwischen dem fleckigen Urzustand und dem frischen Anstrich mehr als deutlich. „Es ist immer gut, wenn die Eltern das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen“, betonte Bürgermeister Griebsch. Zudem erhoffe er sich den positiven Nebeneffekt, dass ein Gebäude, welches die Erwachsenen in Eigenregie renoviert haben, von den Kindern auch pfleglicher behandelt werde. Auch die Lehrer beteiligten sich mit voller Kraft an der Mal-Aktion. Sandra Schmidt strich die Wand oberhalb der Tafel und warvon der Sinnhaftigkeit des Arbeitseinsatzes voll überzeugt: „Das Ergebnis spricht für sich und die Kinder werden sich in den Räumen sehr wohl fühlen.“

Nach einem anstrengenden Einsatz hatten sich alle Beteiligten eine Pause verdient. Gegen 11 Uhr ertönte zwar nicht die Pausenglocke, dennoch kamen alle Beteiligten an langen Tischen zusammen und genossen gemeinsam ein ausgiebiges Frühstück, bevor die Arbeit in den Klassenräumen weitergehen konnte.

Von Jari Wieschmann

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