Ohne Einsicht immer weiter gefahren

WERDOHL ▪ Ein Werdohler wird seinen Führerschein wohl für längere Zeit entbehren müssen: Zuerst setzt er sich betrunken hinter das Steuer, dann rammt er einen anderen Wagen, die Polizei kassiert daraufhin zwar seinen Führerschein, doch der Uneinsichtige fährt einfach mit seinem kaputten Auto einfach weiter.

Ein Autofahrer war am Montag gegen 22.20 Uhr auf der Plettenberger Straße unterwegs und wollte nach links auf die Neuenrader Straße abbiegen. Er hatte sich ordnungsgemäß auf die Linksabbiegerspur eingeordnet und stoppte sein Fahrzeug, als ihm aus Richtung Kettling kommend ein anderer Pkw begegnete.

So weit, so normal. Doch urplötzlich steuerte der Wagen direkt auf die Abbiegespur und rammte den stehenden Wagen. Anstatt zu warten, setzte der Unfallfahrer seine Fahrt fort.

Der Crashpilot konnte nur kurze Zeit später durch die Werdohler Streifenwagenbesatzung ermittelt und gestoppt werden. Die Polizisten stellten dabei fest, dass der Fahrzeugführer stark alkoholisiert war. Sie brachten ihn zur Polizeiwache Werdohl, wo dem Mann – zum ersten Mal – eine Blutprobe entnommen wurde. Der Führerschein wurde natürlich beschlagnahmt.

Der Betrunkene war aber völlig uneinsichtig. Nach dem er von der Polizeiwache entlassen wurde, begab er sich unverzüglich zu seinem Fahrzeug und fuhr wieder los, obwohl der Wagen durch die massiven Unfallschäden nicht wirklich fahrbereit war. Immerhin war der vordere linke Reifen platt.

Der offensichtlich sturzbetrunkene Mann konnte nach kurzer Fahrtstrecke erneut durch die Werdohler Streifenwagenbesatzung angehalten werden, wobei der Mann durch das Fahren von Schlangenlinien deutlich auf seinen schlechten Zustand hinwies. Daraufhin wurde ihm zum zweiten Mal auf der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen. Der Führerschein lag ja schon dort, zusätzlich wurde auch der Fahrzeugschlüssel in Gewahrsam der Polizei genommen.

Der gesamte Unfallschaden beläuft sich übrigens auf rund 16 000 Euro. ▪ heyn

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