Angebot des Jugendzentrums

„Offenes Fenster“ als Anlaufstelle für Jugendliche

Stehen den Jugendlichen als Ansprechpartner zur Verfügung: Anna-Katharina Reith, Leiterin des Jugendzentrums, und Stadtjugendpfleger Tobias Chylka.
+
Stehen den Jugendlichen als Ansprechpartner zur Verfügung: Anna-Katharina Reith, Leiterin des Jugendzentrums, und Stadtjugendpfleger Tobias Chylka.

In Corona-Zeiten mit Freunden in Kontakt zu bleiben, ist nicht ganz einfach. Wegen der Ansteckungsgefahr sollen Treffen möglichst nicht stattfinden. Soziale Kontakte und der Austausch mit Gleichaltrigen sind dennoch wichtig.

Das Internet bietet zwar vielfältige Möglichkeiten, persönliche Treffen lassen sich dadurch aber nicht ersetzen. Die Mitarbeiter des Jugend- und Bürgerzentrums (JBZ) Werdohl rufen deshalb neue Angebote ins Leben.

Beispielsweise immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr findet nun die Aktion „Offenes Fenster“ statt. Die Aktion heißt zwar so, geöffnet ist aber „eigentlich ein Nebeneingang des Jugendzentrums zur Straße hin“, sagt Stadtjugendpfleger Tobias Chylka. An der Tür bieten die Mitarbeiter auf einem Tisch Getränke und abgepackte Snacks an. Manchmal gibt es auch kleine Geschenke. Gerade werden Präsenttütchen für den Valentinstag vorbereitet.

Gesicht zeigen und aus dem Leben erzählen

„Die Jugendlichen freuen sich, wenn sie wieder Gesicht zeigen und aus ihrem Leben erzählen können. Einige waren vor Corona jeden Tag hier. Denen fehlt natürlich etwas“, sagt Chylka. Gesprächsthemen beim „Offenen Fenster“ können Alltagsprobleme sein, die die Jugendlichen in der Pandemie beschäftigen. Das Team habe für jeden und alles ein offenes Ohr, betont Chylka. „Wir wissen zwar nicht für alles eine Lösung, kennen aber eigentlich immer jemanden, der helfen kann.“

Zu Jugendlichen, die es nicht zum JBZ schaffen oder aus Vorsichtsgründen zu Hause bleiben, will das Team weiter über soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram den Kontakt halten. Dort finden zum Beispiel Liveübertragungen statt, bei denen sich Gruppen virtuell treffen und austauschen können. „Unsere Arbeit lebt von direktem Kontakt. So eine lange Pause haben wir noch nie gehabt“, unterstreicht Chylka die Wichtigkeit der Alternativangebote.

JBZ gibt auch Hilfestellungen

Beim „Offenen Fenster“ gibt das JBZ auch Hilfestellungen. „Wenn jemand eine Schulaufgabe mitbringt und fragt, ob wir darauf einen Blick werfen können, machen wir das gerne.“ Außerdem drucken oder kopieren die Mitarbeiter Arbeitsblätter, falls jemand zuhause keinen funktionierenden Drucker hat.

Die neuen Angebote gibt es nicht nur im JBZ in der Stadtmitte, sondern auch in Pungelscheid und Ütterlingsen. Dort sind jeweils von 15 bis 18 Uhr Ansprechpartner für die Jugendlichen vor Ort – in Pungelscheid freitags und in Ütterlingsen donnerstags. In diesen Zeiträumen können sich die Jugendlichen auch Spiele oder anderes Material ausleihen, um sich zuhause zu beschäftigen.

Mitarbeiter laufen durch Pungelscheid

In Pungelscheid laufen die Mitarbeiter zudem durch den Stadtteil und sprechen mit Jugendlichen, die draußen unterwegs sind. „Dabei merkt man schon sehr, dass viele jetzt zuhause bleiben“, berichtet Chylka.

Umso mehr hofft er, dass das Team die Jugendlichen durch die neuen Angebote wieder erreichen wird. Auch die Mitarbeiter warten darauf, dass der Lockdown zu Ende geht und zu einem Regelbetrieb zurückgekehrt werden kann. „Bis es soweit ist, nutzen wir die Zeit und bringen die Jugendräume auf Vordermann“, sagt Chylka. Es werde unter anderem gestrichen und zum Teil renoviert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare