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Offener Ganztag: Bis 2026 mehr Personal und Räume benötigt

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Von: Carla Witt

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Ein Kind spielt auf dem Fußboden.
 Bis 2026 werden für die Offene Ganztagsbetreuung mehr Personal und Räume benötigt. © Symbolbild: Uwe Anspach/dpa

„Damit der Spagat aus Familien- und Berufsleben weiterhin gelingen kann, braucht es mehr gute Betreuungsmöglichkeiten für Grundschulkinder – auch über den Mittag hinaus.“ Zu diesem Schluss kommen die Verfasser des Konzeptes „Der offene Ganztag an Grundschulen in Werdohl. Ein Über- und Ausblick“.

Werdohl – Während der nächsten Sitzung des Schulausschusses (Dienstag, 25. Oktober, 17 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses) wollen die Kommunalpolitiker sich mit dem Thema beschäftigen. Im Rahmen der März-Sitzung des Gremiums hatte sich laut Verwaltung die Forderung nach einer „kleinen Konzeption“ ergeben, „damit wir gewappnet sind, wenn die Pflicht kommt“.

Ursprünglich sollte der Rechtsanspruch der Eltern auf einen OGS-Platz bereits ab 2025 bestehen, inzwischen ist aber auf Bundesebene beschlossen worden, dass dieser erst ab 2026 – und dann gestaffelt – eingeführt werden soll. In jedem Jahr soll ein weiteres Schuljahr dazu kommen – ab August 2029 hätte dann jedes Grundschulkind Anspruch auf die Ganztagsbetreuung.

Was das in den kommenden Jahren für die Schulen in Werdohl bedeutet ist allerdings noch unklar, bilanziert die Verwaltung: „Wie hoch ein zusätzlicher Bedarf an OGS-Plätzen wegen der bestehenden Verpflichtung ab dem Jahr 2026 tatsächlich ist, kann derzeit nicht beurteilt werden.“

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Aus diesem Grund schlagen die Verantwortlichen eine Abfrage in den Kindertageseinrichtungen vor, „um eine Basis für die Zukunft zu erhalten“. Das Ergebnis soll in der nächsten Schulausschusssitzung vorgestellt werden, die voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres stattfindet.

Sicher ist nach Ansicht der Verwaltung aber, dass sowohl ein erweitertes Raumangebot als auch weitere Personalkapazitäten erforderlich sein dürften, um dem wachsenden Betreuungsbedarf gerecht zu werden.

In Werdohl bestünden Kooperationsvereinbarungen zwischen der Stadt in ihrer Rolle als Schulträger, der jeweiligen Grundschule, dem Verein der Freunde und Förderer der Gemeinschaftsgrundschule Werdohl, dem Trägerverein Offene Ganztagsschule der Städtischen Katholischen Grundschule und dem Trägerverein Offene Ganztagsschule der Städtischen Evangelischen Grundschule.

„Die Personalauswahl für das OGS-Personal obliegt den Trägervereinen. Jeder Trägerverein verfügt über ein eigenes pädagogisches Konzept zur Durchführung des Offenen Ganztages“, berichtet die Verwaltung. Die Finanzierung des offenen Ganztagangebotes erfolge aus Fördergeldern des Landes NRW und einem städtischen Eigenanteil. Auch die Eltern müssen bezahlen: Sie entrichten bekanntlich einen Beitrag, dessen Höhe sich nach ihrem Einkommen richtet.

Offene Ganztagsangebote bestehen derzeit in der Städtischen Evangelischen Grundschule, in der Städtischen Katholischen Grundschule und am Standort Kleinhammer der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Werdohl.

„Zusätzliche Räume können grundsätzlich geschaffen werden, indem bestehende Klassenräume mit einem mobilen Mobiliar ausgestattet werden, sodass diese Räume morgens als Klassenraum, nachmittags für OGS-Aktivitäten genutzt werden können“, heißt es im Verwaltungskonzept.

Darüber hinaus stünden in den einzelnen Schulgebäuden teilweise noch andere Räume zur Verfügung, die nach einem Umbau für die Betreuung genutzt werden könnten. So sollen beispielsweise zwei große Räume mit einer Fläche von jeweils mehr als 50 Quadratmetern im Untergeschoss der Grundschule Königsburg entkernt werden, um sie dann nach der Renovierung als Gruppenräume nutzen zu können.

Zur Erweiterung des Raumangebotes für die OGS in der Städtischen Evangelischen Grundschule sei der ehemalige PC-Raum geräumt worden. Die Möblierung des Raumes stehe allerdings noch aus. Außerdem werde in der Martin-Luther-Schule ein Raum zum Sportraum umgebaut.

„Die Sportgeräte wurden beauftragt“, berichtet die Verwaltung. Eine Nutzung des Dachgeschosses dieser Schule sei momentan aus brandschutztechnischen Gründen nicht möglich. Doch das könne man ändern: „Hier kann gegebenenfalls eine Außentreppe als zweiter Fluchtweg in Betracht kommen, um die Räume wieder nutzbar zu machen.“

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