„Offene Kirche“ garantiert Ruhe und Entspannung

Viele freiwillige Helfer unterstützen seit fünf Jahren die Aktion „offene Kirche“ in der evangelischen Gemeinde.

WERDOHL – „Der Wunsch nach Stille und Ruhe ist vorhanden“, weiß Pastor i. R. Rüdiger Schmale. Auch morgen, wie übrigens jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr, lädt die evangelische Kirchengemeinde zur Aktion „offene Kirche“ in das Gotteshaus in der Stadtmitte ein – und das im mittlerweile fünften Jahr. Von Susanne Riedl

Das Angebot gehe auf eine Initiative der Landeskirche zurück, erzählt Schmale. Andererseits will die Gemeinde damit aber auch der gestiegenen Nachfrage der Gläubigen Rechnung tragen. „Wir haben schon vor der Aktion ‚offene Kirche’ die Erfahrung gemacht, dass die Leute gerne in die Kirche kamen, sobald die Tür aufstand.“ Aufgefallen sei das vor allem dann, wenn in der Christuskirche Vorbereitungen für kirchliche Veranstaltungen getroffen wurden. „Wir wollten einfach mal wieder in die Kirche reingucken“, lauteten die Äußerungen der Passanten von damals. Zwar spielt dieser Aspekt für den ein oder anderen auch heute noch eine Rolle, viele kommen aber in erster Linie, um der Hektik des Alltags für einen Augenblick zu entfliehen, stellen die freiwilligen Helfer der „offenen Kirche“ immer wieder fest. Mancher kommt sogar regelmäßig. Auf ein Team von 22 Personen kann Schmale für diese Betreuungsdienste zurückgreifen. „Ohne sie könnten wir das Angebot nicht aufrechterhalten“, betont er. Viele der Helfer sind bereits seit fünf Jahren mit dabei – doch auch über „Nachwuchs“ kann sich Schmale nicht beklagen. Immer wieder melden Gemeindemitglieder ihr Interesse an, die „offene Kirche“ unterstützen zu wollen. Jeweils im Duo sorgen die Helfer dann in zwei Schichten während der Öffnungszeiten nicht nur dafür, dass das Ambiente mit Kerzenlicht und leiser Hintergrundmusik stimmt, sondern sind auf Wunsch auch gerne als Ansprechpartner für die Besucher da. „Sie sind in ihrem Glauben so gefestigt, dass sie durchaus kleine Hilfestellungen geben können“, so Schmale.

Neben dem Angebot, die Christuskirche als einen Raum der Ruhe und Entspannung zu erfahren, fanden in den vergangenen fünf Jahren aber auch kleinere Aktionen im Rahmen der „offenen Kirche“ statt. Schmale erinnert sich an eine Ausstellung mit Konfirmations-Urkunden aus dem Jahr 1908 sowie den Aufruf „Mein schönstes Urlaubsfoto“ an eine Pinnwand in der Kirche zu stecken. „Etwas in diese Richtung, wird es wieder geben“, verspricht der Seelsorger, der auf eine Neuerung in der kommenden Woche aufmerksam macht – eine „Sitzecke der Stille“ wird entstehen, in der Besuchern die Möglichkeit geboten wird, in der Bibel zu lesen. Auch Kinderbibeln werden dort ausliegen.

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