„Ölheizung hat eine Zukunft“

Wartung muss sein. Ahmed El-Raei von „Elli’s Heizung und Sanitär“ pflegt und repariert Heizungs- und Sanitäranlagen in Werdohl. Über die Frage, ob eine Öl- oder eine Gasheizung sinnvoller sei, herrscht bei den Profis Uneinigkeit.

WERDOHL ▪ „Wenn meine Kunden mich um eine Entscheidungshilfe bitten, empfehle ich eine Gasheizung“, sagt Torsten Grützmacher. Der Installateur kennt sich aus mit den verschiedenen Heizungsanlagen der Werdohler.

„In den vergangenen Jahren habe ich viele Ölheizungen auf Gas umgerüstet“, so Grützmacher, die Zahl der Installationen von Ölanlagen sei leicht rückläufig. Das läge nicht zuletzt auch an dem Bewusstsein der Leute darüber, dass die Ressourcen des „schwarzen Goldes“ zu Ende gingen, so Grützmacher weiter. „Eine Ölheizung ist im Vergleich zum Gas dreckiger für die Umwelt und den Monteur“, so der Installateur. Darüber hinaus sei gerade in Einfamilienhäusern der Öltank sehr geruchsintensiv. Grützmacher: „Reinigung und Instandsetzung sind außerdem viel kostenintensiver. Ich finde Gas einfach sauberer.“

Das sieht Kirsten Bauer-Sasse ganz anders. Die Geschäftsführerin der Bauer GmbH in Neuenrade, welche auch Werdohl mit Heizöl versorgt, schwört auf den fossilen Brennstoff. „Die Erdölreserven sind größer als bisher angenommen“, so die Fachfrau. Sie glaube fest daran, dass der Brennstoff auch noch längere Zeit zur Verfügung stehe. „Ich bleibe dem Öl treu, nicht nur aus betrieblichen Gründen, sondern auch privat. Die Ölheizung hat eine Zukunft“, so Kirsten Bauer-Sasse.

Zwar seien gerade bei Neubauten die Installationen von Ölheizungen rückläufig, die Abgas- und Beschaffungswerte der Anlagen sprächen aber für sich. „Gestank und Störungen sind vor allem auf eine schlechte Wartung zurückzuführen. Bei regelmäßiger Kontrolle hält eine Ölheizung aber bis zu 40 Jahre“, erklärt Bauer-Sasse.

Dass man Öl in Tanks bevorraten könne und nicht auf die offenen Leitungen der Gasmultis aus Russland angewiesen sei, spräche außerdem für den Brennstoff Öl. „Sollte bei jemandem das Öl leer sein, kann man unter unserer 24-Stunden-Hotline sofort Nachschub ordern. Wir kommen unverzüglich“, erläutert sie den Service für ihre Kunden. „In Werdohl sitzt niemand, der mit Öl heizt, lange Zeit auf dem Trockenen“. Ab einer Abgabemenge von 500 Litern können Kunden bei der Bauer GmbH eine Nachlieferung ordern.

Generell bestellen laut Aussage von Kirsten Bauer-Sasse die meisten Werdohler Kunden ihr Öl im Sommer. Das habe aber weniger mit einem günstigen Preis, als viel mehr mit vorausschauender Planung zu tun. Das Öl sei im Vergleich zum Sommer im Moment preisstabil.

Einen Rund-um-die-Uhr-Service bietet neben Torsten Grützmacher auch Ahmed El-Raei von „Elli’s Heizung und Sanitär“ an. Bei Störungen und Defekten kommen die Installateure aus Werdohl schnellstmöglich zu ihren Kunden und beheben den Schaden. Die Hochsaison für Reparaturen läge zwar zwischen November und März, das habe aber weniger mit dem Mehrgebrauch der Heizungen oder der Kälte zu tun. „Im Winter fällt es einfach schneller auf.“ Selbst extrem tiefe Temperaturen und maximaler Betrieb seien für die Heizungsanlagen meist kein Problem, so Grützmacher.

Von Friederike Domke

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