Hoher Schaden entstanden

Öl-Unfall auf B229: Verursacher weiterhin flüchtig

Die B229 war nach dem Öl-Unfall am Mittwoch von etwa 9.30 Uhr bis in die Abendstunden komplett für den Verkehr gesperrt.
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Die B229 war nach dem Öl-Unfall am Mittwoch von etwa 9.30 Uhr bis in die Abendstunden komplett für den Verkehr gesperrt.

Nach dem Öl-Unfall am Mittwoch auf der Bundesstraße 229 im Versetal in der Rotenhohl-Kurve im Bereich des Sportplatzes Altenmühle, hat sich der Verursacher noch immer nicht bei der Polizei gemeldet.

Das teilte Wibke Honselmann, Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, am Montag auf Nachfrage der Redaktion mit.

Der Unfall, aus dem eine stundenlange Vollsperrung der durch die Höhenweg-Sperrung momentan einzigen direkten Verbindung von Werdohl nach Lüdenscheid und zur Autobahn 45 resultierte, führte zu einem absoluten Verkehrschaos in der Stadt an Lenne und Verse, aber auch in Teilen der angrenzenden Kommunen.

Akten dürften bald nach Rheinland-Pfalz gehen

„Wir gehen auch nicht mehr davon aus, dass sich der Flüchtige noch bei uns melden wird“, sagte Honselmann. Sollte sich diese Vermutung in den kommenden Wochen bewahrheiten, wird die MK-Polizei den Vorgang an die Kollegen in Rheinland-Pfalz weiterleiten, denn dort ist der Unfallverursacher gemeldet. „Dann wird die Polizei dort versuchen Kontakt aufzunehmen und den Mann zunächst anschreiben“, sagte Honselmann. Blieben auch dort alle Versuche erfolglos, gingen die Akten schließlich so zur Staatsanwaltschaft weiter. „Irgendwann wird der Unfallverursacher vorgeladen und hat dann auch die Pflicht zu erscheinen“, sagte Honselmann.

Die Ermittlung des genauen Unfallhergangs und die Suche nach weiteren Zeugen hat die MK-Polizei mittlerweile fast abgeschlossen. „Alle Zeugen und deren Aussagen, die wir brauchen, haben wir“, zeigte sich Honselmann zuversichtlich, dem Gesuchten sein Fehlverhalten nachweisen zu können.

Anhänger kippte in der Rotenhohl-Kurve um

Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen 54-jährigen Forstarbeiter. Obwohl nach einer Fahrt unter Alkoholeinfluss nicht mehr im Besitz eines Führerscheins, war er am Mittwochmorgen von Lüdenscheid nach Werdohl mit einem Auto samt Anhänger unterwegs, um einen 1000-Liter Tankcontainer mit Hydrauliköl zu transportieren.

In der engen Rotenhohl-Kurve geriet das Gespann ins Schleudern, der Anhänger kippte um und der nicht ausreichend gesicherte Container fiel dabei von der Ladefläche. Mit der Unterstützung einiger Personen, die auf der viel befahrenen Straße schnell am Unfallort waren, schaffte es der Rheinland-Pfälzer den Anhänger wieder aufzurichten und mit seinem Gespann zu flüchten.

Öl verteilt sich auf der Fahrbahn

Weil der Tank ein Leck hatte, lief das sehr zähflüssige Bio-Hydrauliköl auf die Fahrbahn. Der Regen und die vorbeifahrenden Fahrzeuge verteilten dieses immer weiter und sorgten für eine spiegelglatte Fläche. Als Polizei und Feuerwehr an der Unfallstelle eintrafen, veranlassten die Einsatzkräfte deshalb sofort eine Vollsperrung der Bundesstraße. Da die Reinigungsarbeiten bis weit in den Donnerstag hinein dauerten, dürften die Kosten für den Einsatz sicherlich im fünfstelligen Bereich liegen.

Damit könnte dem 54-Jährigen eine empfindliche Strafe drohen, denn bei der strafrechtlichen Bewertung einer Unfallflucht spielt immer auch die Höhe des Schadens eine Rolle.

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