Wechselunterricht ab 15. März

Öffnung der Schulen: Rückkehr wird „ein Ritt auf der Rasierklinge“

Auch an der Albert-Einstein-Gesamtschule gibt es ab 15. März wieder Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen.
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Auch an der Albert-Einstein-Gesamtschule gibt es ab 15. März wieder Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen.

In den beiden weiterführenden Schulen Werdohls beginnen die Vorbereitungen. Schon am 15. März und damit nur zwei Wochen vor Beginn der Osterferien sollen Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen wechselweise zum Präsenzunterricht in die Klassenräume zurückkehren. Das geht aus einer E-Mail des Schulministeriums hervor, die am Freitag verschickt wurde.

Die Schulleitungen nutzen die verbleibenden Tage für organisatorische Aufgaben. Geregelt werden muss unter anderem, wann welche Schüler in der Schule sind. Denn es ist vorgesehen, dass die Klassen in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. „Wir planen ein Modell mit wöchentlichen Wechseln“, sagt Oliver Held, Leiter der städtischen Realschule. Das bedeutet, dass Gruppe A fünf Tage lang die Schule besucht, während Gruppe B in dieser Zeit zu Hause lernt. Danach wird getauscht.

Aus pädagogischer Sicht sei dieses Vorgehen klug, betont Held. Die Schüler könnten so Themen in der Schule erarbeiten und die Kenntnisse dann zu Hause mit Übungen festigen. Held bezeichnet das als „sinnvollen Zweiklang“. Er begrüßt es grundsätzlich, dass sich die Schüler wieder in Gruppen sehen dürfen. Mit Blick auf die Infektionslage im Märkischen Kreis sagt er aber auch deutlich: „Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge.“ Held geht davon aus, dass es Infektionsfälle geben wird, die Anpassungen notwendig machen. Bei der Erarbeitung des Konzepts will sich das Leitungsteam der Realschule mit den Eltern abstimmen.

Tageweiser Wechsel an der Gesamtschule

Etwas anders geht die Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) vor. „Wir wollen die Gruppen im tageweisen Wechsel unterrichten“, erklärt Schulleiter Sven Stocks. Unter anderem sei es dadurch einfacher, Schüler mit Materialien für die Heimarbeit zu versorgen. Ausgenommen von der Regel ist der Abiturjahrgang. Die Abschlussklassen werden vollständig unterrichtet, allerdings auf zwei Räume verteilt. Für die Abiturienten geht es nach den Ferien in die Prüfungsvorbereitung.

Genauso wie Held, findet auch Stocks die Rückkehr zum Präsenzunterricht gut. „Einige Schüler waren fünf Monate lang nicht in der Schule. Wäre es so weiter gegangen, hätte die Gefahr bestanden, dass manche abgehängt werden.“ Insofern hält Stocks auch den Zeitpunkt kurz vor den Osterferien nicht für verkehrt. Die zwei Wochen könnten zum Beispiel zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten genutzt werden. „Nach den Ferien“, kann sich Stocks vorstellen, „ist vielleicht der Unterricht in Vollpräsenz wieder möglich“. Das hänge allerdings von der Entwicklung der Inzidenzwerte ab.

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