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Nur noch wenige Tage: Endspurt bei weltgrößter Geschenkaktion für Kinder

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Von: Volker Griese

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Apotheker Horst Jakobi und seine Mitarbeiterinnen in der Stadtapotheke zeigen einige bereits abgegebene Weihnachtspäckchen. Sie würden gerne noch mehr Kartons auf die Reise zu armen Familien schicken.
Apotheker Horst Jakobi und seine Mitarbeiterinnen in der Stadtapotheke zeigen einige bereits abgegebene Weihnachtspäckchen. Sie würden gerne noch mehr Kartons auf die Reise zu armen Familien schicken. © Volker Griese

Nach einer längeren Pause ist die Stadtapotheke in diesem Jahr wieder Annahmestelle des weltweit bekannten Spendenprojektes „Weihnachten im Schuhkarton“. Bislang ist die Resonanz aber überschaubar.

Werdohl ‒ Mit der Aktion wird jährlich das Weihnachtsfest für Kinder in Not verzaubert. Das Projekt ist Teil von Operation Christmas Child, der weltweit größten Geschenkaktion für Kinder in Not, und wird von dem deutschen Verein Samaritan’s Purse – Die barmherzigen Samariter (bis 2018: Geschenke der Hoffnung e. V.) betreut.

Bei „Weihnachten im Schuhkarton“ packen alle, die Gutes tun möchten, Schuhkartons voller Geschenke für Kinder. Die in Werdohl gesammelten Kartons werden anschließend von der Evangelischen Kirchengemeinde Plettenberg weitergeleitet und schließlich an Orte verteilt, wo sie am meisten gebraucht werden. Das können Waisenheime, Flüchtlingslager oder die Wohnzimmer armer Familien sein.

Jährlich bereitet die Aktion mehr als 500.000 Kindern in 150 Ländern eine Freude. Die meisten Geschenke werden wieder in osteuropäischen Ländern wie Georgien, Polen, Lettland und auch der Ukraine verteilt.

Und so kann man an „Weihnachten im Schuhkarton“ teilnehmen: Der Schuhkarton sollte etwa 30 mal 20 mal 10 Zentimeter groß sein und zunächst mit Geschenkpapier beklebt sowie dekoriert werden. Alternativ kann man sich bereits fertige leere Boxen in der Stadtapotheke abholen oder kostenfrei im Internet bestellen. Die Kartons können dann mit einem bunten Mix aus Spielzeug, Kuscheltier, Kleidung, Schokolade, Hygieneartikeln und Schulsachen gefüllt werden. Weil es auch Dinge gibt, die aus zollrechtlichen Gründen nicht eingepackt werden dürfen, haben die Initiatoren haben eine Liste mit Geschenkempfehlungen zusammengestellt, die es in der Apotheke und im Internet gibt. Auch ein persönlicher Gruß oder ein Foto kann in den Karton gelegt werden.

Wichtig ist, dass die Kartons für Jungen oder Mädchen und entsprechend dem Alter des zu beschenkenden Kindes gekennzeichnet werden; passende Etiketten dafür gibt es ebenfalls in der Apotheke und im Internet.

Apotheker Horst Jakobi unterstützt die Aktion nach eigenen Worten sehr gerne: „Ich finde, das ist eine schöne Geschichte. Und weil das in der Stadtapotheke eine gewisse Tradition hat, wollte ich mich auch nicht verschließen.“ Unter seiner Vorgängerin Ursula Fay war die Stadtapotheke jahrelang Annahmestelle für die weihnachtlichen Geschenkboxen.

Bislang sind in der Stadtapotheke allerdings erst 20 Pakete abgegeben worden. Das waren früher deutlich mehr: 2015 haben die Werdohler beispielsweise 55 Kartons gefüllt, 2014 waren es sogar fast 100.

Diese Woche ist nun die letzte Gelegenheit, sich an der Aktion zu beteiligen. Noch bis einschließlich Montag, 14. November, können bunt gefüllte Schuhkarton-Päckchen in der Stadtapotheke am Friedrich-Keßler-Platz abgegeben werden.

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