Feuerwehrnachwuchs

Herbert Reul übergibt neues Fahrzeug an Kinderfeuerwehr

Ein Abschlussfoto vor dem neuen Mannschaftstransportwagen der Kinderfeuerwehr: NRW-Innenminister Herbert Reul (links) verbrachte gut eine Stunde bei der Feier der Kinderfeuerwehr am Sonntagnachmittag
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Ein Abschlussfoto vor dem neuen Mannschaftstransportwagen der Kinderfeuerwehr: NRW-Innenminister Herbert Reul (links) verbrachte gut eine Stunde bei der Feier der Kinderfeuerwehr am Sonntagnachmittag.

Werdohl – So viel ist selten los auf dem Schulhof der Grundschule Kleinhammer. Die Kinderfeuerwehr hat am Sonntagnachmittag ihren ersten Geburtstag gefeiert. Als besonderer Gast konnte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) begrüßt werden.


Bei dem hohen Besuch wurde Sicherheit natürlich groß geschrieben. Reul, der in einer schwarzen Limousine vorfuhr, war immer in Begleitung von einem Sicherheitsdienst. Der Schulhof war abgeschirmt. Die Polizei war mit mehreren Wagen vor Ort. Alle musste ihren Namen angeben und nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet waren.

Der CDU-Minister kam nicht ohne Grund: Symbolisch übergab er den neuen Mannschaftstransportwagen für die Kinderfeuerwehr, der zu 80 Prozent durch das Land NRW gefördert wurde. Überreicht hat er dazu Geschenke und Starterpakete, die für die Ausbildung der jungen Nachwuchs-Einsatzkräfte verwendet werden sollen.

Der 69-Jährige war gut gelaunt, unterhielt sich mit Kindern und, als er mit seiner Rede am Ende war, stimmte er auch noch „Happy Birthday“ an. Das habe sein Vorredner -- Feuerwehr-Chef Kai Tebrün, der den Geburtstag eröffnete – schließlich verpennt, wie er mit einem Schmunzeln erklärte.

In einer kurzen Ansprache blickte Reul auf die Flutkatastrophe vor acht Wochen zurück, die in Werdohl das Leben eines Kameraden gefordert hatte. „Das war furchtbar. Das bleibt furchtbar.“ Er lobte, wie die Wehrleute, mit solch schwierigen Situationen umgingen, stets füreinander da seien. „Das macht Feuerwehr aus.“

Was unsere Gesellschaft ausmacht

Menschen, die sich ehrenamtlich für etwas wie die Feuerwehr einsetzten, „machen unserer Gesellschaft aus“, sagte der Minister. „Ich finde, wir können saumäßig froh sein, dass es solche Menschen gibt.“ Es es sei wichtig, diese bei Laune, bei Klima, und bei Mitarbeit zu halten.

Die Kinderfeuerwehr sei wichtig. Der Innenminister wette, dass in zehn oder 15 Jahren Kinder aus der Kinderfeuerwehr für die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz seien. „Und das lohnt sich doch.“

Landrat Marco Voge (CDU) sprach von einem „tollen Bild“, die Kinder in ihren Uniformen zu sehen. Er sei „verdammt stolz“ auf die Kameraden, die vor acht Wochen beim Hochwasser großes geleistet hätten. Mit der Kinderfeuerwehr würden die Kleinsten darauf vorbereitet, auch einmal „so gut zu werden“, so der Landrat, der ein Geldgeschenk überreichte.

Für die ehrenamtliche Arbeit gar nicht genug bedanken könne sich Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD). Der Besuch von Landrat und Innenminister sei eine große Wertschätzung. Werdohls erster Bürger brachte neben einem „Flachgeschenk“ ein Spielzeug-Feuerwehrauto mit.

Dass die Kinderfeuerwehr der Einstieg in das Feuerwehrleben sein kann, wurde am Sonntag deutlich: Überstellungen von der Jugendfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr gibt es seit Jahrzehnten. „Heute schlagen wir ein neues Kapitel auf“, sagte Alexander Butzelar, Initiator der Kinderfeuerwehr. Er bat Justus Steinicke-Sommer nach vorne, der in die Jugendfeuerwehr wechselt. Für ihn rückt Ben Moses nach, womit unverändert 30 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr sind.

Corona hat die Möglichkeiten der Nachwuchsfeuerwehr stark eingeschränkt. „Der Geburtstag heute ist die erste Zusammenkunft in diesem Jahr“, sagte Butzelar. Den nächsten Dienst der Kleinen soll es am Freitag, 24. September, auf dem Schulhof Kleinhammer geben.

Feierlich durch den Innenminister für 35 Dienstjahre geehrt worden sind Kai Tebrün und Andreas Wäscher.

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