Mit dem Nothammer ins Gesicht geschlagen

WERDOHL ▪ Eine 26-jährige in Werdohl lebende Frau musste sich gestern vor dem Amtsgericht in Altena verantworten. Sie hatte der neuen Partnerin ihres ExFreundes – einer 22-jährige Lüdenscheiderin – zwei Mal mit dem Griff eines Nothammers ins Gesicht geschlagen.

Die Narbe oberhalb der Nase, die die Attacke im Gesicht des Opfers hinterlassen hatte, war am gestrigen Verhandlungstag noch deutlich zu sehen.

Wortreich entschuldigte sich die Angeklagte. Sie hätte auf keinen Fall geplant, ihre ehemalige Freundin zu verletzen. „Du weißt, dass das nicht meine Art ist“, gab sie sich vor dem Urteil gegenüber der 22-Jährigen im Zuschauerraum zu bedenken.

„Sie sind in Eifersucht losgeflitzt und haben zugeschlagen“, wandte sich der Richter an die Angeklagte. Vorausgegangen war der Tat ein Telefonat der Angeklagten mit ihrem Ex-Freund. Darin soll der Mann seine einstige Freundin ausgelacht und dadurch gedemütigt haben.

Die Werdohlerin fuhr daraufhin nach Lüdenscheid, um den Streit mit ihrem einstigen Partner aus der Welt zu räumen, wie sie versicherte. Sie klingelte an dessen Wohnungstür. Als dann das spätere Opfer die Tür öffnete, sah die zweifache Mutter aus Werdohl Rot und schlug zu. „Ich weiß selbst nicht, was mich da geritten hat“, gab sie den Tränen nahe zu. Warum sie den Nothammer bei sich trug, konnte sie dem Gericht nicht mehr erklären. Das Gericht verurteilte die Angeklagte Werdohlerin wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die aber zur Bewährung ausgesetzt wurde. ▪ gran

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