Noch ausreichend Sprit in Werdohl: Tankstellen sehen keinen Lieferengpass

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Werdohl - In Teilen des Landes wird der Kraftstoff knapp: Wegen der niedrigen Wasserstände des Rheins können die Schiffe nur noch halb so viel oder noch weniger Mineralölprodukte an Bord nehmen. Die Folge ist, dass in den Tanklagern und Raffinerien an Rhein und Ruhr nicht genug Öl und Treibstoff ankommt.

Werdohl ist von diesem Lieferengpass aber bislang offenbar nicht betroffen. Das jedenfalls ergab eine Umfrage der Redaktion unter den Tankstellenbetreibern an Lenne und Verse. „Wir haben gar keine Probleme. Auch von unserer Zentrale haben wir Bescheid bekommen, dass alles in Ordnung ist“, sagte Elke Stickdorn von der Westfalen-Tankstelle an der Lennestraße. Für die nächste Zeit erwarte sie deshalb auch keine Engpässe. Genauso sieht das Zemir Avdibegovic von der BFT-Tankstelle in Versevörde. Er stehe immer in Kontakt mit der Zentrale und von dort habe es noch keine Signale gegeben, dass Kraftstoffe knapp werden könnten. 

Annika Schön, Pressesprecherin von Total Deutschland, räumte logistische Probleme ein. Durch die Verlagerung von Transportkapazitäten vom Wasser auf Schiene und Straße könne es zu Verzögerungen bei der Belieferung einzelner Tankstellen kommen und im Extremfall dazu führen, dass an einzelnen Tankstellen zeitweise die eine oder andere Kraftstoffsorte nicht verfügbar ist. „Sollte dies vorkommen, sind unsere Logistiker bemüht, betroffene Tankstellen prioritär wieder mit Kraftstoff zu versorgen. Insgesamt ist ausreichend Kraftstoff vorhanden, um den Bedarf zu decken“, erklärte sie. In den vergangenen Tagen sei es auch zu Leerständen an einzelnen Tankstellen in Nordrhein-Westfalen gekommen. Aus dem Märkischen Kreis – und damit auch aus Werdohl – liege aber aktuell keine Meldung über Probleme an Total-Tankstellen vor. 

Noch keine Probleme beim Heizöl

Auch Heizöl könnte durch die Transportprobleme knapp werden. Gerrit Holthaus von der Firma Witkop, die viele Kunden in Werdohl beliefert, sah in dieser Woche aber noch keinen Grund zur Sorge. „Wir werden noch gut versorgt“, sagte er. Witkop verfüge außerdem über ein eigenes Lager, das einen vorübergehenden Lieferengpass abfedern könne. Allerdings wirke sich die Versorgungslage auf den Preis für Mineralölprodukte aus, sagte Holthaus. Das merken Autofahrer an den Zapfsäulen schon seit Langem: Benzin- und Diesel preise sind seit Wochen im Dauer-Hoch.

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