Nikolaus-Lob für Zauberlehrlinge

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Mit viel Eifer sind die Zauberlehrlinge bei der Sache. Eine Kostprobe ihres Könnens geben sie am Sonntag in der Sparkasse.

Werdohl - Sie nennen sich Zauberlehrlinge, sind ein reines Streichorchester der Musikschule Lennetal und können – wie der Begriff es sagt – Musik herbeizaubern. Nicht absolut perfekt, denn dafür sind sie eben Lehrlinge. Aber: Sie sind der sinfonische Unterbau des sogenannten großen Orchesters, in das je nach Leistung nach und nach junge oder auch ältere Musiker abgegeben werden.

Wenn alle Jungen, Mädchen, Jugendlichen und Erwachsenen dabei sind, erreicht der Klangkörper 40 Mitglieder. Gegründet wurde er 1994 von Stefan Köhler, weil nach dem Aufbau des Jugendsinfonieorchesters absehbar war, dass die Alters- und Niveauschere zwischen den Schülern zu groß wurde. Die Leitung liegt jetzt in den bewährten Händen von Sebastian Hoffmann. Geübt werden in den Proben elementare Orchestertechniken, das Zusammenspiel in der großen Gruppe und das Verhalten im Konzert schlechthin – Elemente, die die Nachwuchsmusiker später im Jugendsinfonieorchester oder in einem Musikverein verinnerlichen müssen.

Die Zauberlehrlinge im Alter von sieben bis 76 Jahren (Christa Hoffmann) führen ein Eigenleben sowohl was die allwöchentlich freitags stattfindenden Proben angeht, als auch die Auftritte. Am Weihnachtsmarkt-Sonntag (15 Uhr) werden sie in der Schalterhalle der Werdohler Sparkasse an der Freiheitstraße – wie jedes Jahr – wieder einmal auf sich aufmerksam machen. Die Generalprobe für dieses Konzert mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden fand am Freitag vor Eltern, Verwandten und Geschwistern in der Musikschul-Aula an der Brüderstraße statt.

Verbunden war diese Abschlussprobe mit dem Besuch des Nikolauses, der zwar mit einer zu kleinen Kopfbedeckung erschienen war, und deshalb mehr als einmal mit der Schwerkraft zu kämpfen hatte, aber trotzdem mit einer ausreichenden Zahl von Geschenken ausgestattet war. Und wer auch immer aus dem Kreis der 34 Teilnehmer von ihm nach vorne gerufen wurde: Es gab lobende, aufmunternde und mitunter auch mahnende Worte als Beigabe. Gute Wünsche hatte er vor allem für zwei Mädchen – Annelie Gluth und Adelina Malms. Sie werden fortan dank der konstant guten Leistungen ihren Platz im großen Orchester haben.

Mit wohlwollendem Applaus begleiteten die Zuhörer der öffentlichen Generalprobe in der Aula der Musikschule die präsentierten Stücke. Kompositionen aus England, Ungarn und Tirol standen am Anfang des – mit Pause – etwa eineinhalbstündigen Konzertes. „Tochter Zion“ von Händel oder „La Follia“ aus dem 16. Jahrhundert stellten bereits hohe Anforderungen an die Musiker. Beachtenswert: Einige von ihnen sind gerade drei bis vier Wochen dabei. - Von Rainer Kanbach

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