Wanderausstellung über Hygiene in der Stadtklinik

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Christine Lehnert, Pflegedienst- und Verwaltungsleitung der Werdohler Stadtklinik freut sich über die Ausstellung, bei der die Besucher an einem Automaten die richtige Verwendung von Desinfektionsmitteln üben können.

Werdohl - Was sind Keime? Warum sind resistente Keime ein Problem? Wie kann ich mich und andere schützen? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich eine Wanderausstellung, die derzeit in der Stadtklinik besucht werden kann.

Seit Montag informiert eine große Tafel im Foyer des Krankenhauses über Keime, Infektionen und den richtigen Umgang mit Desinfektionsmitteln und Medikamenten. Krankenhäuser hätten eine besondere Verantwortung, sagt Christine Lehnert, Pflegedienst- und Verwaltungsleitung der Werdohler Stadtklinik. So müssten Patienten nicht nur akut versorgt, sondern auch verhindert werden, dass resistente Keime geschwächte Patienten infizieren.

Pflegepersonal und Ärzte speziell ausgebildet

Um den Schutz bestmöglich gewährleisten zu können, würden in der Stadtklinik Pflegepersonal und Ärzte speziell ausgebildet. Alle Mitarbeiter hätten durch Ausbildung und Studium ein Basiswissen im Bereich Hygiene. Trotzdem gebe es die Zusatzqualifikation. „In jedem Bereich, auf jeder Station, haben wir ein bis zwei Personen aus dem Pflegebereich und mindestens einen Arzt mit spezieller Ausbildung“, erklärt Lehnert.

Regelmäßig träfen sich diese Mitarbeiter mit ihren Kollegen der Abteilung für Hygiene aus Lüdenscheid zu Kommissionssitzungen. Dort würden unter anderem Auswertungsergebnisse besprochen. Dabei kam heraus: „Werdohl hat eine sehr niedrige Rate an Infektionen aus der Stadtklinik“, berichtet Lehnert. Damit das so bleibt, sei es wichtig, Patienten, Mitarbeiter und Besucher für das Thema Hygiene zu sensibilisieren. Dabei soll die Ausstellung helfen. Große Buchstaben, die das Motto „keine Keime“ wiedergeben, dienen als Informationstafeln. Darauf können die Besucher die Entdeckung von Keimen sowie deren erste Züchtung im Labor durch Robert Koch und die Entwicklung ihrer Bekämpfung verfolgen. Die Besucher können aber auch aktiv werden.

Ausstellung noch bis zum 3. August

An einem Automaten können sie anhand von erklärenden Abbildungen das richtige Verwenden von Desinfektionsmitteln üben. „Im Desinfektionsmittel ist eine Testlösung“, sagt Lehnert. Diese zeige unter Schwarzlicht alle Stellen an, die keine Desinfektion abbekommen haben.

Lehnert hofft, dass die Ausstellung ihr Ziel erreicht und den Menschen die Augen für Hygiene öffnet. „Ich finde die Idee und Ausstellung toll. Sie ist peppig durch die Farben und plastisch. Nicht einfach nur ein Blatt Papier an der Wand“, zeigt sich die Pflegedienst- und Verwaltungsleiterin begeistert. Die Ausstellung ist noch bis zum 3. August zu sehen.

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