Nach langer Corona-Zwangspause

Neustart der Diakonie-Fundgrube

Die ehrenamtliche Mitarbeitern Sabine Keil berät zwei Kundinnen in der Werdohler Fundgrube der Diakonie am Kirchenpfad. Einkaufen dort kann jede Person ohne irgendwelche Einschränkungen. Nach mehr als sieben Monaten Schließung war der erste Verkaufstag gut besucht.
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Die ehrenamtliche Mitarbeitern Sabine Keil berät zwei Kundinnen in der Werdohler Fundgrube der Diakonie am Kirchenpfad. Einkaufen dort kann jede Person ohne irgendwelche Einschränkungen. Nach mehr als sieben Monaten Schließung war der erste Verkaufstag gut besucht.

So nach und nach kehrt das öffentliche Leben in die Stadt zurück: Am Mittwoch öffnete zum ersten Mal nach sieben Monaten Corona-Zwangspause die Fundgrube der Diakonie am Kirchenpfad.

Der hauptamtliche Leiter Carsten Schulz und seine ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen hatten in den vergangenen vier Wochen Spenden angenommen, so dass die Verkaufsräume gut mit Waren gefüllt sind.

Gegründet worden war die Fundgrube im Dezember 2019. An einem Tag der Woche können Spenden an die Einrichtung abgegeben werden, an zwei Verkaufstagen werden die Sachen verkauft. Alles hat einen Preis, von daher können jeder und jede dort einkaufen. Für die Kunden gibt es eine Möglichkeit, eine besondere Kundenkarte zu bekommen. Wer eine Bedürftigkeit durch ein amtliches Schreiben nachweisen kann, bekommt mit Hilfe der Kundenkarte einen Rabatt von 20 Prozent auf die ohnehin schon sehr niedrigen Preise. Knapp 50 Kundenkarten sind vergeben, berichtet Carsten Schulz.

Viele ehrenamtliche Helfer

Mit etwa zehn Helferinnen war die Fundgrube Ende 2019 gestartet, im Laufe der Zeit konnte das Team nahezu verdoppelt werden. Nach ziemlich genau einem Jahr musste aber auch die Fundgrube im Dezember 2020 wegen des Lockdowns schließen. So gesehen waren die sieben Monate überstandener Schließung ein langer Zeitraum der Untätigkeit.

Als die Lockerungen einen Geschäftsbetrieb wieder möglich machten, wurden zunächst nur Waren gesammelt. Schulz berichtete, dass viele Leute die Coronazeit zum Aufräumen genutzt hatten. So sei reichlich Ware vorhanden. „Die sind hier mit vollen Kofferräumen vorgefahren“, erinnert er sich. Mittlerweile sei es aber wieder ruhiger geworden. Das sei auch gut so, der Warenzulauf sei damit wieder händelbar geworden. Zum Beispiel sei das Lager voll mit saisonalen Weihnachtssachen.

Ansteckungsgefahr wurde gering gehalten

Die Helferinnen brauchten eine Zeit, die gebrachten Sachen zu sortieren und in den Räumen zu präsentieren. Zu Beginn ab etwa Juni konnten immer nur zwei Frauen gleichzeitig Dienst tun, die privat miteinander befreundet waren. So sollte die Ansteckungsgefahr verringert werden.

Carsten Schulz leitet Fundgrube und Tafel hauptamtlich mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wie Ilona Betten.

Wegen der immer noch bestehenden Pandemie ist es auf absehbare Zeit nicht möglich, den Cafébetrieb aufzunehmen. Die Räume sind klein, in den Eingangsbereich ist der Kassentisch mit einer Vitrine für Schmuck untergebracht. Die übrigen Räume werden allesamt für den Verkauf benötigt.

Keine Couchgarnituren und Schrankwände

Für Möbel wie Couchgarnituren und Schrankwände ist die Fundgrube nicht geeignet, dafür sind die Räume zu klein. Waschmaschinen und Kühlschränke könnten nur angenommen werden, wenn sie gebracht werden. Für die Abholung gibt es weder Personal nach Fahrzeuge.

Öffnungszeiten: Mittwochs von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 13 Uhr. Annahme montags von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr.

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