Handwerker in der „Schulunterwelt“

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Der Einstieg in den Kriechkeller des Schulzentrums Riesei. Auch dort verlegen die Handwerker derzeit neue Heizungsrohre, insgesamt rund 500 Meter.

Werdohl - Geduckt steigen die Mitarbeiter der Heizungsbaufirma Hillbrecht durch die Luke, den Zugang zu einem der Kriechkeller des Schulzentrums Riesei. Jan Hegner nimmt ein Heizungsrohr entgegen, das jetzt in dieser „Schulunterwelt“ verlegt werden soll. „500 Meter sind es bestimmt“, schätzt Hegner die Rohrmenge, die während de Sommerferien verlegt und anschließend isoliert werden soll.

Für Peter Guido Grau, Mitarbeiter der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement der Stadt Werdohl, gehören die Arbeiten am Heizungssystem des Schulzentrums in den Ferien schon dazu. „Jetzt wird der neunte Teil des Heizungskonzeptes Schulzentrum umgesetzt“, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Circa drei Wochen seien die Handwerker damit beschäftigt, die Heizungshauptleitung in die drei Versorgungstürme des Gebäudes, vom Keller zum Verteiler und „grob in die Klassenräume“ zu verlegen, erklärt Grau. Insgesamt seien für die diesjährige Maßnahme 86.000 Euro veranschlagt. „Allerdings werden wir nicht das ganze Geld ausgeben“, sagt Grau. Zum einen würden die Kosten nicht so hoch wie veranschlagt, zum anderen werde aber auch nicht alles gemacht, was zunächst geplant war.

Apropos Planung: Damit sowie mit der Ausführung der Arbeiten ist die CTI Ingenieurgesellschaft für Technische Gebäudeausrüstung in Finnentrop betraut. Seit die Arbeiten im Rahmen des Heizungskonzeptes begonnen haben, hat sich in den Kellerräumen der Gesamtschule einiges verändert. Nicht nur eine Menge Kabel und Leitungen, auch zahlreiche Schaltkästen, aufgestellt von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes, sind dazugekommen.

„Ich hoffe, dass in zwei Jahren alle Arbeiten im Rahmen des Heizungskonzeptes erledigt sind“, sagt Grau. Dann könne jeder Flur und jeder Klassenraum genau nach Bedarf und zeitlich genau begrenzt beheizt werden. „Schon jetzt funktioniert das System in vielen Räumen“, berichtet Grau. Sichtbare Thermostate gibt es deshalb in vielen Räumen des Schulzentrums schon lange nicht mehr. Der Vorteil liegt auf der Hand: „Es kann per Hand nichts mehr verstellt werden“, erklärt Grau. Die Temperatur kann vom Computer aus reguliert werden: „Die Heizung läuft nur dann noch, wenn sie wirklich gebraucht wird.“ - Von Carla Witt

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