Neun alte Autos im Fuhrpark der Stadt

Der Stein des Anstoßes ist dieser BMW.

WERDOHL - Insgesamt neun zumeist sehr alte und gebrauchte Fahrzeuge stehen im Fuhrpark der Stadtverwaltung. Zwei davon werden im kommenden Jahr aus Spargründen abgeschafft. Und der schwarze BMW X1, der im übrigen nicht nur vom Bürgermeister und der Verwaltungsspitze gefahren wird, ist laut Bürgermeister Griebsch „unterm Strich für die Stadt sehr günstig.“

Auf die SV-Berichterstattung von gestern hatten Kritiker unter www.come-on.de nachgefragt, ob es denn wirklich ein vermeintlich so teurer BMW sein müsse. Bürgermeister Griebsch antwortete auf Nachfrage unserer Zeitung darauf: „Ein Dreier-Modell ist teurer als der X1. Und das von BMW so angebotene ‘Bürgermeister-Leasing’ ist für uns die wirtschaftlichste Lösung.“ Zu den 4800 Euro jährlichen Leasingkosten kämen außer Spritverbrauch und Steuern nichts hinzu. „Keine Anzahlung, keine Inspektionen, keine Wartung“, so Griebsch. Der Wagen werde auch nicht nur von ihm oder der Verwaltungsspitze genutzt.

Fachbereichsleiter Michael Grabs sagte auf Nachfrage, dass zum Beispiel Mitarbeiter des Jugendamtes häufig weite Wege zu anderen Jugendämtern in Deutschland fahren müssten und dafür den BMW benutzen würden.

Neben dem X1 hat die Stadt weitere acht Fahrzeuge im Fuhrpark. Einen Ford Focus Kombi, zwei ältere Renault Twingo in zweiter Leasingphase und ein neun Jahre alter Fiat Doblo dienen der allgemeinen Verwaltung. Weiter gibt es einen älteren Twingo für die Ein-Euro-Anleiter, einen fast zehn Jahre alten Ford Ka für die Bewirtschaftung der Übergangsheime, einen gebraucht gekauften VW Golf Kombi für das Sondervermögen Abwasser und einen von den Stadtwerken gebraucht übernommenen Renault Kangoo für Hausmeisterangelegenheiten, Schulen und Sporthallen.

Grabs wies darauf hin, dass in der Einsparliste für 2014 vom Lenkungsausschuss vereinbart wurde, dass zwei Renault Twingo nach Auslauf des Leasingvertrags abgegeben würden. Die Mitarbeiter würden gebeten, entweder private Autos (gegen Kilometerpauschale) oder den Bus (gegen Fahrpreiserstattung) zu nutzen. Grabs: „Eine Menge städtischer Mitarbeiter setzt jetzt schon ihre privaten Pkw für Dienstfahrten ein.“ Manche würden sogar auf die Kilometerpauschale verzichten. Hinzu kommen die Wagen für den Baubetriebshof und die Feuerwehr. - Von Volker Heyn

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