Pater Kamil verlässt Werdohl

+
Pater Kamil wird die Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade im Laufe des Jahres verlassen. ▪

WERDOHL ▪ Die wohl größte Überraschung und Veränderung für das Gemeindeleben in St. Michael Werdohl und St. Mariä Heimsuchung Neuenrade überbrachte Pater Irenäus im Rahmen des Neujahrsempfangs der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade. Pater Kamil werde die Gemeinschaft verlassen und ein Studium in der Schweiz anstreben, informierte der Geistliche die Versammlung am Samstagabend im großen Pfarrsaal.

Mit Bedauern reagierten die Gäste auf diese Nachricht. Die Verabschiedung Pater Kamils soll am 6. April in feierlichem Rahmen stattfinden, so Irenäus. „Bis Ostern ist er noch in der Pfarrei. Dann müssen wir mit Pater Matthias schauen, wie wir die Arbeit regeln.“ Diese Herausforderung wird aber sicherlich gelingen, berichteten doch sowohl Pater Irenäus als auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Brockhagen und Monika Ante vom Kirchenvorstand von guter Zusammenarbeit – auch dann, wenn es unterschiedliche Meinungen gebe. Viele Menschen setzen sich an vielen Orten für die Gemeinschaft ein, so Irenäus. Ohne sie wäre eine Gemeinde gar nicht möglich, betonte er und bedankte sich für jede Idee, jedes Projekt, jedes Talent und die dafür aufgewendete Zeit. Einer, der seit Jahrzehnten zum Kreis der zahlreichen Ehrenamtler gehört ist Martin Hempel senior, der sich im Kirchenvorstand engagiert. Als Anerkennung dafür überreichte Pater Irenäus ein Ehrenzeichen des Bistums Essen.

Im Jahr des Glaubens, ein Themenjahr der römisch-katholischen Kirche, das im Oktober begann, rief der Geistliche die Versammlung zur Diskussion über die Frage auf: „Wo stehen wir als katholische Kirchengemeinde Werdohl-Neuenrade? Was können wir machen, um glaubwürdig zu sein?“

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Brockhagen erinnerte in seinem Jahresrückblick an die Pfarrwallfahrt nach Werl mit 106 Teilnehmern, die in guter Erinnerung geblieben sei. Die nächste Fahrt soll im kommenden Jahr stattfinden – der Zielort ist aber noch unbekannt. Aktuell seien beide Gemeinderäte mit der Fortschreibung und Überarbeitung des Pastoralplans beschäftigt, so Brockhagen. Konkrete Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Sitzung am 5. Februar verabschiedet, teilte er mit und richtete ebenfalls seinen Dank an die zahlreichen Helfer. „Immer weniger Ehrenamtliche werden immer mehr belastet.“

„Sie haben gemerkt, langweilig wird es nicht“, schloss Monika Ante vom Kirchenvorstand ihren Bericht über Aktivitäten und personelle Veränderungen in der Pfarrei. Neben zahlreichen Punkte erinnerte sie außerdem an die Turmsanierung der St. Michael-Kirche, die Renovierungsarbeiten im Philipp-Neri-Haus, die Installation neuer Liederanzeigen in den Gotteshäusern sowie die Gründung eines Fördervereins für den Kirchenanstrich der Neuenrader Kirche. Zudem sei eine Liste mit den notwendigsten Reparaturen für alle drei Kindertagesstätten erstellt, und dem zuständigen Zweckverband überreicht worden.

Eva-Maria Andratschke vom Gemeinderat rief die Versammlung dazu auf, an di Wahl der neuen Gemeinderäte Ende des Jahres zu denken. ▪ sr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare