Maronen- und Walnussbäume am Fluss

Neugestaltung des Lennebogens: Stadt stellt erste Planung vor

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Werdohl – Gut zwei Jahre nach der Abholzung der Eschenallee an der Altenaer Straße hat die Stadt Werdohl nun einen ersten Plan für die Neuanpflanzung von Bäumen in diesem Bereich.

Wie der aussieht, will die Stadtverwaltung in der ersten Sitzung des neuen Rates am Montag, 2. November, ab 17 Uhr im Festsaal Riesei offenlegen. 

Die rund 100 Eschen am mittleren Werdohler Lennebogen hatten im Sommer 2018 gefällt werden müssen, weil ihnen ein Pilz zugesetzt und das sogenannte Eschentriebsterben ausgelöst hatte. Jetzt hat die Stadt im Rahmen des Konjunkturprogramms „Grüne Infrastruktur“ des Landes NRW“ einen Förderantrag gestellt, um entlang des gut 600 Meter langen Rad- und Spazierweges unterhalb der Kletterfelsen neue Bäume anpflanzen zu können. Bei der Entwicklung des Konzeptes für diese Neuanpflanzung werde auf das besondere, milde Klima in diesem Bereich, aber auch auf die zu erwartende Klimaveränderung Rücksicht genommen, teilt die Stadt in einem Papier mit, das sie den Ratsmitgliedern zur Vorbereitung ihrer Entscheidung zugestellt hat. 

"Lokalklimatische Besonderheit"

„Um diese lokalklimatische Besonderheit widerzuspiegeln, ist eine Bepflanzung mit Bäumen aus dem südosteuropäischen Raum vorgesehen: Esskastanie, Baumhasel und Walnuss. Gleichzeitig sind dies Baumarten, die im Zuge der Klimakrise zur Etablierung zukunftsfähiger Forste empfohlen werden“, heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung, warum die Wahl gerade auf diese drei Baumarten fallen soll. 

Das mediterrane Flair an der Lennepromenade könne noch verstärkt werden, indem die dortige Bouleanlage aufgewertet und Rebstöcke und Feigen gepflanzt werden. „Trotz der begünstigten Lage würden diese Arten ohne die Erderwärmung hier nicht gedeihen“, schreibt die Stadt in dem Beratungspapier, an dem auch die Klimaschutzbeauftragte Meike Majewski mitgearbeitet hat. Insofern sei das vorgelegte Pflanzkonzept auch als „Denkmal“ anzusehen. 

Kosten von rund 45 000 Euro

Für die Neuanpflanzung von etwa 60 Bäumen mit einem Stammumfang von 16 bis 18 Zentimetern rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 45 000 Euro. Aus dem Förderprogramm erwartet sie einen Zuschuss, der 80 bis 100 Prozent betragen könnte. Die Bepflanzung soll aber nur ein Teil der Neugestaltung der Lennepromenade im Bereich der Kletterfelsen sein. 

Das Gesamtkonzept soll ein Planungsbüro entwickeln, dessen Arbeit die Stadt Werdohl mit Mitteln aus dem Strukturförderprogramm Leader bezahlen kann.

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