Planungsauftrag bereits vergeben

Neugestaltung des Lennebogens: Das passiert am Flussufer in Werdohl

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Im Sommer 2018 wurden die Eschen abgeholzt. Seit soll dieser Bereich neu gestaltet werden.

Werdohl – Vor gut zwei Jahren hat die Stadt Werdohl sämtliche rund 100 Eschen an der Altenaer Straße abholzen lassen müssen. Jetzt kann sie daran gehen, das Gebiet neu zu überplanen.

Und was die Finanzierung der Neuanpflanzung von Bäumen angeht, hat der zuständige Abteilungsleiter im Rathaus auch schon eine Idee. 

Das Eschentriebsterben hatte den Alleebäumen in den vergangenen Jahren so sehr zugesetzt, dass es zur Fällung am Ende offenbar keine Alternative mehr gegeben hatte. Für die Stadt war allerdings schon vor dem Kahlschlag klar gewesen, dass der Allee-Charakter wieder hergestellt, also eine Neuanpflanzung vorgenommen werden sollte. Und nicht nur das: „Wir sehen die Baumfällung auch als Chance, dort wieder etwas zu schaffen, das den ganzen Bereich aufwertet“, hatte die damalige Stadtplanerin Kathrin Hartwig im Frühjahr 2019 gesagt und dem Projekt deshalb auch den Arbeitstitel „Aufwertung des Lennebogens“ gegeben. 

Leader-Programm: Förderung bewilligt

Hartwig hat die Stadt Werdohl inzwischen in Richtung Wipperfürth verlassen. Die Neugestaltung des Lennebogens steht aber noch immer auf der Werdohler Agenda. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung konnte Abteilungsleiter Thomas Schroeder am Montagabend mitteilen, dass eine noch von Kathrin Hartwig beantragte Förderung aus dem Leader-Programm mittlerweile bewilligt ist. 

13 000 Euro erhält Werdohl aus dem Strukturförderprogramm des Landes und der Europäischen Union. Mit diesem Geld soll ein Planungsbüro im Rahmen einer freiraumplanerischen Konzeptplanung ermitteln, wie verschiedene Bausteine in die Neugestaltung des Lennebogens integriert werden können. Die Stadt nennt eine ganze Reihe von Beispielen: Erneuerung von Tischen und Bänken, Inszenierung besonderer Orte durch Solarbeleuchtung, Insektenwiesen, Obstbäume, Urwälder für Kinder, Schaffung von Zugängen zum Wasser, Gestaltungselemente zum Erleben von Flora und Fauna und nicht zuletzt eine Erneuerung der Alleebepflanzung. 

Finanzierung ist noch ungeklärt

Es sei bereits ein Planungsbüro beauftragt worden, berichtete Schroeder dem Ausschuss. Wenn das seine Arbeit erledigt hat, liegt aber erst einmal nur ein Plan vor. Die Umsetzung und vor allem die Finanzierung der darin vorgeschlagenen Maßnahmen ist dann wieder eine neue Herausforderung. Thomas Schroeder hat aber offensichtlich bereits die Fühler ausgestreckt, um zumindest einen Teil der Maßnahmen auch mit Fördermitteln finanzieren zu können. „Wir hoffen auf Mittel aus dem Programm ,Grüne Infrastruktur’“, sagte er. Das Land stellt damit im Rahmen eines Konjunkturprogramms landesweit 5 Millionen Euro zur Verfügung, die vor allem für Maßnahmen eingesetzt werden sollen, die die urbane Biodiversität und das Naturerleben fördern. Beispiele für förderfähige Maßnahmen sind die Entsiegelung von Flächen zur ökologischen Aufwertung, das Anlegen naturnaher Wasserflächen und Feuchtbereiche und größerer Blühflächen, aber auch das Anpflanzen von Bäumen. Das Land fördert solche Maßnahmen mit 80 bis 100 Prozent der Kosten. 

Werdohl muss sich allerdings sputen, um in den Genuss von Fördermitteln aus diesem Programm zu kommen. Die Antragsfrist läuft bereits am 14. Oktober ab.

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