Neues Sozialzentrum in Werdohl: So laufen die Vorbereitungen

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Heike Schaefer vom Diakonischen Werk (Mitte) leitete das erste Treffen der ehrenamtlichen Frauen und Männer, die demnächst den Verkauf von Kleidung und Haushaltsartikeln im Haus am Kirchenpfad organisieren wollen. Seit März hat sich viel getan in den Räumen, es sieht einladend und freundlich aus. Regale, Kleiderstände und erste Waren sind bereits vorhanden.

Werdohl – Die „gute Seele“ ist gefunden: Mit diesem Begriff suchte das Diakonische Werk im Kirchenkreis für die Leitung des Hauses am Kirchenpfad einen hauptamtlichen Mitarbeiter.

Carsten Schulz aus Lüdenscheid ist jetzt geringfügig beschäftigt angestellt worden, er und sein ehrenamtliches Team trafen sich erstmals in der untersten Etage des ehemaligen Kindergartens, um den Start des Sozialzentrums zu besprechen. Zunächst wird es nach den Herbstferien einen wöchentlichen Annahme-Tag geben. Der Verkauf soll vielleicht noch kurz vor Weihnachten, auf jeden Fall aber gleich zu Beginn des neuen Jahres starten. 

Heike Schaefer vom Diakonischen Werk (DW) aus Plettenberg kennt die Werdohler Verhältnisse schon lange, sie begleitet die Tafelausgabe und war auch bei allen Gesprächen bei der Übernahme von der Kirchengemeinde dabei. Schaefer betreut auch die Freiwilligenzentrale Plettenberg, die mit rund 380 Freiwilligen in unterschiedlichen Projekten in den Städten Attendorn, Plettenberg und Werdohl Angebote macht. 

Auch Ulrike Schiller ist dabei

Mit am Tisch beim ersten Treffen in dieser Woche saß auch der Werdohler Jörg Wonneberger, der mittlerweile die Tafelausgabe leitet und dafür ebenfalls geringfügig vom DW bezahlt wird. Die Hände nicht ganz stillhalten kann auch Ulrike Schiller, die die Tafel jahrelang ehrenamtlich geleitet hat und sich jetzt noch unentgeltlich in gewissem Maß beim Kleider- und Trödelverkauf einbringen möchte. Neu am Tisch der Ehrenamtlichen sitzt Ute Zorn, die viele Jahre die Erwerbslosenberatung der Diakonie Mark-Ruhr geleitet hat. Neben diesen „Profis“ fanden sich noch weitere fünf zumeist etwas ältere Freiwillige, die sich ehrenamtlich und sozial für andere engagieren wollen. 

Die Räume in der unteren Etage des Gebäudes am Kirchenpfad sind nicht wiederzuerkennen. Auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre für die Ehrenamtlichen legen die Hauptamtlichen vom Diakonischen Werk wert.

Heike Schaefer erklärte ihnen noch einmal die Philosophie der Freiwilligenarbeit im Diakonischen Werk: „Kein Ehrenamt ohne Hauptamt.“ Alle duzen sich, jede und jeder stellte sich beim ersten Treffen mit ein paar Worten vor. Schaefer und den anderen Hauptamtlichen geht es darum, die Ehrenamtler nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzusetzen und sie nicht zu überfordern. Es sollte sich aber auch niemand selbst überschätzen oder zuviel übernehmen, Ehrenamt müsse Spaß machen und dürfe nicht in eine ungewollte Belastung ausarten. Schaefer: „Ihr sollt nur das machen, was jeder Einzelne auch wirklich will.“ Falls jemandem etwas nicht passe, solle er es sofort sagen: „Nicht mit Grummeln nach Hause gehen, immer sagen, immer raus damit.“ Heike Schaefer warb ein ums andere Mal um einen offenen und respektvollen Umgang. 

Schon zwei etablierte Kleiderkammern in Werdohl

Dem Team vom Kirchenpfad ist klar, dass es schon zwei etablierte Kleiderkammern in Werdohl gibt. Mit den Maltesern von der Bahnhofstraße ist das neue Angebot in der Stadtmitte abgesprochen, zu den Mitarbeitern der Awo an der Meilerstraße wird noch der Kontakt gesucht. Konkurrenz soll nicht entstehen, man versteht sich als zusätzliches Angebot. 

Mit dem Arbeitstitel „Sozialzentrum Werdohl“ sind die Freiwilligen übrigens nicht glücklich. Im Laufe der Zeit soll ein besser passender Begriff gefunden werden.

Annahme 

Ab Montag, 28. Oktober, ist die Annahmestelle am Kirchenpfad 1 wöchentlich montags von 11 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Angenommen werden gut erhaltene und saubere Kleidung für Männer, Frauen und Kinder, ganz besonders warme Wintersachen. Auch Bettwäsche, Schuhe, Gürtel, Taschen und Rucksäcke werden ebenso gebraucht wie Geschirr und Hausrat, Elektrogeräte und Spielzeug. Interessenten für die Mitarbeit wenden sich an Carsten Schulz, Tel. 01 74 / 8 39 49 40.

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