Neues Konzept für die Evangelische Grundschule

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Schulleiterin Britta Schwarze und Volker Oßenberg sind von dem neuen Schulkonzept überzeugt.

WERDOHL ▪ Der Schulbeginn nach den Sommerferien bedeutet nicht nur für die i-Männchen der Evangelischen Grundschule in Ütterlingsen einen Neustart, sondern auch für die Schule selbst. Die Schuleingangsphase und damit der Unterricht im ersten und zweiten Schuljahr findet ab dem August jahrgangsübergreifend statt.

Durch das neue Konzept, das von der Schulaufsicht in Lüdenscheid genehmigt und der Schulkonferenz beschlossen wurde, soll vor allem eines gelingen: „Der Übergang vom Kindergarten zur Schule soll für Kinder leichter gestaltet werden“, so Schulleiterin Britta Schwarze.

Ein Schulmorgen mit mindestens vier Schulstunden, Hausaufgaben, festgelegte Stundeninhalte – viele Veränderungen würden auf die Kinder einstürmen, „die einzelnen Schüler kommen damit unterschiedlich zurecht“, so die Erfahrungen, die Schwarze und ihre Kolleginnen gerade in jüngster Zeit an der Schule gemacht haben. „Es gibt eine große Bandbreite an Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Schere klafft weit auseinander“, weiß die Schulleiterin und nennt als einen Grund den Wegfall des Schulkindergartens und die Stichtagregelung, durch die unter Umständen Fünfjährige mit fast Siebenjährigen eingeschult werden.

Durch die neue Struktur, die im Paragraphen elf, Absatz zwei des Schulgesetzes verankert ist, sollen diese Schwierigkeiten aufgefangen werden. Für die evangelische Grundschule bedeutet das, dass aus den beiden jetzigen ersten Klassen nach den Ferien drei Gruppen mit jeweils 15 Kindern gebildet werden. In diese Gruppen werden die 33 angemeldeten Schulanfänger aufgeteilt.

„Jedes Kind bekommt das, was es braucht“, sind Britta Schwarze und der Schulpflegschaftsvorsitzende Volker Oßenberg von dem neuen Konzept, das mindestens vier Jahre gilt, überzeugt.

Die Schuleingangsphase kann in einem, zwei oder drei Jahren durchlaufen werden. „Zweitklässler mit Schwierigkeiten können den Stoff ohne Druck vertiefen, gute Schulanfänger können schnell mitarbeiten und nach einem Jahr in die 3. Klasse wechseln. Alle anderen haben auch keine Nachteile, da die Hauptfächer Mathe, Deutsch und Englisch jahrgangsbezogen unterrichtet werden“, verdeutlicht Britta Schwarze die Inhalte des neuen Systems, von dem sich auch die Eltern überzeugen ließen, da es vor allem bedeute, dass jedes Kind so lernen könne, wie es ihm entspreche. Umstellen müssen sich auch die Lehrer: Voraussetzung für das neue System sei, dass die Schüler „gut im Auge behalten“ werden müssten.

„Wir wollen besser werden“, nennt Schwarze das große Ziel, das die Schule mit dem neuen Konzept verfolgt.

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