Bäderbetrieb plant neues Hallenbad in Ütterlingsen

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Christoph Plaßmann, Silvia Voßloh und Frank Schlutow (von links) stellten die Hallenbad-Planung vor.

Werdohl - Stadtwerke und Bäderbetrieb wollen das Hallenbad am Riesei aufgeben und für rund vier Millionen Euro in Ütterlingsen ein neues bauen. Das haben Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schlutow, der Aufsichtsratsratsvorsitzende Christoph Plaßmann und Bürgermeisterin Silvia Voßloh am Mittwoch mitgeteilt. Möglich macht das eine neue Richtlinie des Bundesfinanzministeriums.

Das fast 50 Jahre alte Hallenbad am Riesei bereitet dem Bäderbetrieb schon seit längerer Zeit durch einen erhöhten Sanierungsbedarf Sorgen. „Eine Komplettsanierung würde uns in den nächsten Jahren rund drei Millionen Euro kosten“, bezifferte Schlutow den Finanzbededarf. Das sei nicht zu finanzieren.

Für maximal ein Drittel mehr sei aber ein neues Hallenbad realisierbar – wenn es direkt neben dem Freibad in Ütterlingsen gebaut werde. Dort sei ein so genannter technischer Querverbund zwischen beiden Bädern möglich. Der beinhalte unter anderem ein gemeinsames Blockheizkraftwerk (BHKW), das Frei- und das Hallenbad mit Wärme und Strom versorgen könne. Und weil die Hauptheizung und die Lüftung des Freibades auch sanierungsbedürftig seien, solle das BHK möglichst sogar schon in diesem Jahr gebaut werden.

Kein Geld aus dem Stadt-Haushalt

Doch auch fiskalische Gründe gäben den Ausschlag für den Standort Ütterlingsen, weil nur dort auch ein steuerlicher Querverbund herzustellen sei, der es ermögliche die Gewinne der Stadtwerke direkt in den Bäderbetrieb fließen zu lassen, erläuterten Plaßmann und Schlutow weiter. So könne der Neubau sogar ohne eine Belastung des städtischen Haushaltes realisiert werden.

Und nicht zuletzt könnten durch zwei Bäder an einem Standort Synergieeffekte genutzt werden, nicht nur durch eine gemeinsame Heizzentrale. Schlutow sprach von Prozessen, die dazu führten, dass ein jährliches Einsparpotenzial von rund 20.000 Euro erreicht werden könne.

"Schwimmzentrum Ütterlingsen"

Bürgermeisterin Silvia Voßloh freute sich, durch ein „Schwimmzentrum Ütterlingsen“ die Lebensqualität in Werdohl steigern zu können. Plaßmann sprach von einem Freizeitzentrum, das durch Frei- und Hallenbad, Minigolfanlage und Tennisplätze entstehe.

Die Planung soll am Montag dem Hauptausschuss vorgestellt werden, ehe der Stadtrat am 13. März einen Grundsatzbeschluss fassen soll. Für den Sommer ist bereits eine europaweite Ausschreibung geplant. Bei einem Baubeginn im Herbst 2018 wird mit einer Fertigstellung Ende 2019 gerechnet.

Was aus dem alten Hallenbad wird, ist noch völlig offen. „Dafür gibt es noch kein Nachfolgekonzept“, sagte Schlutow. Es solle aber bis zur Fertigstellung des neues Bades in Betrieb bleiben.

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