Niggemann Formenbau investiert 460.000 Euro

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Fast 20 Tonnen schweben am Kran über dem Firmengelände: Die Firma Niggemann Formenbau in Pungelscheid hat gestern ein neues Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum erhalten.

Werdohl - Die Firma Niggemann Formenbau in Pungelscheid hat kräftig in ihren Maschinenpark investiert: Am Freitag wurde am Pungelscheider Weg ein nagelneues Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum angeliefert. Damit will das Unternehmen sein Produktionsspektrum erweitern und verbessern.

Seit anderthalb Jahren hatten sich die Brüder Thomas und Udo Niggemann mit dem Gedanken getragen, eine solche Maschine anzuschaffen. Schließlich muss eine Investition dieser Größenordnung für das Unternehmen, das elf Mitarbeiter beschäftigt, wohlüberlegt sein. 460.000 Euro muss Niggemann dafür an den Weltmarktführer DMG Mori im schwäbischen Pfronten überweisen.

Welchen Stellenwert die Anschaffung für das Unternehmen hat, lässt sich auch an der Tatsache ablesen, dass die Geschäftsführer die Anlieferung und den Aufbau durch einen Fotografen und mit einer Video-Drohne haben dokumentieren lassen. Fast eine halbe Million Euro gibt ein kleiner Mittelständler eben nicht jede Woche aus.

Ein 20-Tonnen-Gigant

Das neue Bearbeitungszentrum ist für eine genaueste Bearbeitung von Werkstücken konzipiert. Millimeterarbeit war auch die Anlieferung des 20-Tonnen-Giganten gestern Morgen. Nachdem Schwertransporter und Kran die Maschine zunächst vor das Rolltor der Maschinenhalle transportiert hatten, wurde es ganz knifflig: Die Maschine passte so gerade durch die Öffnung.

In der Halle hatte die Firma bereits Platz geschaffen, indem sie eine ältere Maschine verkauft und kleinere Veränderungen vorgenommen hatte. Wenn das neue Bearbeitungszentrum im Verlauf der nächsten Woche aufgebaut und eingerichtet ist, wird Niggemann damit Werkstücke bis 1800 Kilogramm Gewicht und bis einen Meter Kantenlänge auf fünf Achsen simultan bearbeiten können. 

"Bisher waren für so etwas mehrere Aufspannungen notwendig“, verdeutlichte Geschäftsführer Thomas Niggemann, dass die Neuanschaffung die Rüstzeiten verkürzen soll.

Suche nach Fachpersonal und Azubis

Die 1936 von Ernst Niggemann gegründete Firma Niggemann, die die beiden Brüder Udo (52) und Thomas Niggemann (41) seit 2008 in dritter Generation führen, fertigt vor allem Kokillen und Druckgussformen für den Aluminiumguss. Die Kunden kommen aus der Automobilindustrie, die Pungelscheider beliefern aber auch Hersteller von Möbeln und Leuchten. Darüber hinaus gehören Komponenten für die Kraftwerkstechnik oder für Windkrafträder zum Produktspektrum.

Neue Mitarbeiter stellt Niggemann durch die Anschaffung des neuen Bearbeitungszentrums zwar nicht ein. „Wir sind aber trotzdem ständig auf der Suche nach Fachpersonal und Azubis“, deutet Thomas Niggemann an, dass das Unternehmen mehr als genug Arbeit für seine Mitarbeiter hat. Ausgebildet werden Feinwerkmechaniker mit Fachrichtung Formenbau und Zerspanungsmechaniker.

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