Neuer Pflegedienstleiter

Der alte und neue Pflegedienstleiter sowie Kliniken Geschäftsführer Schüwer und Verwaltungsleiter Hubrich.

WERDOHL ▪ Mit Thomas Hecker (49) als neuem Pflegedienstleiter hat in der Werdohler Stadtklinik eine neue Ära begonnen. Er hat die Nachfolge von Elmar Schmidt (48) angetreten, der mit Wirkung vom 1. August innerhalb des Konzerns der Märkischen Kliniken eine völlig anders gelagerte Aufgabe übernommen hat und sich dort nach eigenen Worten einer neuen Herausforderung stellen will. Schmidt ist zum Betriebsleiter des Wirtschaftsdienstes für den medizinisch-technischen Bereich in Hellersen aufgestiegen.

Seit April 1989 war Elmar Schmidt – noch unter der Leitung der damaligen Oberin Marliesel Hessmann – in Werdohl auf verschiedenen Krankenhausstationen tätig. Nach einer rund zweijährigen Weiterbildung hatte er 1995 die Leitung des Pflegedienstes übernommen und sich nun – freiwillig, wie er sagt – diesem neuen Aufgabenfeld zugewandt.

Dass der Wechsel in der Führungsposition in Werdohl ausgerechnet mit der Reorganisation des Pflegedienstes insgesamt (wir berichteten bereits) innerhalb der Märkischen Kliniken zusammenfällt, bezeichneten sowohl Elmar Schmidt, als auch Thomas Hecker als „unglückliche Verknüpfung“. Die personellen Wechsel seien nicht in diesem Zusammenhang zu sehen.

Nachfolger Thomas Hecker hat seine berufliche Heimat in Letmathe. Zwar wird dort der ambulante Pflegedienst gänzlich eingestellt, doch als Pflegedienstleiter des Krankenhauses in Letmathe bleibt er im Amt. Er erfüllt seine Aufgaben sozusagen in Personalunion. Zweieinhalb Tage wird er in Letmathe und zweieinhalb Tage in Werdohl anzutreffen sein. Ein System, das funktioniere. Zudem gebe es in beiden Häusern Kompetenzträger, die das Tagesgeschäft erfüllen. Eine ständige Erreichbarkeit in wichtigen Angelegenheiten sei immer gegeben.

„Ich bin gebeten worden, die Nachfolge von Elmar Schmidt anzutreten“, so der neue Pflegedienstleiter. Dies geschah vor allem, „weil ich die Strukturen der kleinen Häuser besser kenne“, so Hecker. Und Robert Schüwer, der Geschäftsführer der Märkischen Kliniken, ergänzte, dass die nunmehr vollzogene Entscheidung auch ein Votum für den Standort Werdohl gewesen sei.

Insgesamt steht Thomas Hecker in der Werdohler Stadtklinik rund 40 Vollzeitkräften – verteilt auf 70 Köpfe (einschließlich Teilzeitkräfte) – vor. Und daran solle sich auch nichts ändern.

Betont wurde sowohl von Geschäftsführer Robert Schüwer, als auch von Thomas Hecker, dass die sechs Kräfte, die derzeit im Bereich der ambulanten Pflege eingesetzt werden, ihren Arbeitsplatz behalten.

Entgegen anders lautender Gerüchte werde von diesem Mitarbeiterstab die ambulante Pflege in den beiden Nachbarschaftshilfezentren in Ütterlingsen und Pungelscheid (sowie die Einzelbetreuung im direkten Umfeld) aufrecht erhalten.

Eine Klarstellung, die offenbar notwendig war, denn in Werdohl machte es bereits die Runde, dass die ambulante Pflege – genau wie in Letmathe – gänzlich eingestellt werde. Das sei nicht so, betonte Robert Schüwer. Betroffen waren ausschließlich 24 Patienten im gesamten Stadtgebiet von Werdohl und Neuenrade. Die Kündigung ihrer Verträge seien „ein schmerzhafter Prozess“ gewesen. Kostenüberlegungen hatten den Ausschlag gegeben.

Was Abläufe oder Angebote innerhalb der Stadtklinik angeht, so machte Kliniken-Geschäftsführer Schüwer klar: „Wo schließlich ein gewisser Moderationsbedarf ist, muss man sehen.“ Allerdings gebe es weder zum Thema Krankenhaus-Küche, noch zur Nutzung des weitgehend freien vierten Obergeschosses der Stadtklinik neue Erkenntnisse. Erwartet werden sie Ende des Jahres.

Rainer Kanbach

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