Jetzt offiziell: Das ist der neue Leiter der Werdohler Realschule

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Oliver Held heißt der neue Rektor der Realschule. Bürgermeisterin Silvia Voßloh (links) und Susanne Zerbo-Jonigk (rechts) von der Schulaufsicht der Bezirksregierung freuten sich über das einstimmige Votum der Schulkonferenz.

Werdohl Für die voraussichtlich letzten sechs Jahre ihres Bestehens bekommt die Städtische Realschule Werdohl noch einmal einen neuen Leiter. Wie erwartet, hat die Schulkonferenz dem Vorschlag der Bezirksregierung zugestimmt.

Susanne Zerbo-Jonigk hatte Fruchtgummis mitgebracht. „Heroes“ (deutsch: Helden) hat der Hersteller seine süße Mischung genannt. Die Frau von der Schulaufsicht für Realschulen bei der Bezirksregierung in Arnsberg hatte damit den Nagel auf den Kopf getroffen, denn ein Held stand an diesem Abend im Mittelpunkt der Schulkonferenz: Oliver Held, der neue Leiter der Werdohler Realschule.

Der 49-jährige Altenaer war der einzige Bewerber um die Nachfolge von Christiane Langs-Blöink gewesen, die die Realschule nach der überraschen Demission von Sascha Koch Anfang 2018 kommissarisch geleitet hatte.

Einstimmiges Votum der Schulkonferenz

Dass Held die Schule übernehmen würde, war zuletzt ein offenes Geheimnis gewesen. Allerdings musste die Schulkonferenz der Personalie erst noch zustimmen. Und dieses aus Lehrern, Eltern, Schülern und Vertretern des Schulträgers zusammengesetzte Gremium sprach sich nun am Donnerstagabend einstimmig für Oliver Held aus. „Jetzt muss zwar der Personalrat noch zustimmen, aber da wird niemand mehr dazwischen grätschen“, sah Zerbo-Jonigk die Neubesetzung der Schulleiterstelle am Köstersberg als erledigt an.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh freute sich über die Entscheidung. Held sei „geeignet, die Realschule in den nächsten Jahren zu begleiten“, sagte sie. „Das ist ein schwieriger Weg, aber er hat dafür genug Energie und Kraft“, urteilte sie.

Lehrer für Englisch und Sozialwissenschaften

Oliver Held hat nach seinem Lehramtsstudium zunächst als Lehrer für Englisch und Sozialwissenschaften an der Richard-Schirrmann-Realschule Lüdenscheid gearbeitet. Anschließend wechselte er zur Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde, wo er seit 2014 als Abteilungsleiter der Jahrgangsstufen 5 bis 7 Sekundarschulrektor und Mitglied der Schulleitung ist.

„Ich habe in den vergangenen fünf Jahren einige Erfahrungen mit Leitungspositionen gesammelt“, traut sich Held nun die Leitung der Werdohler Realschule zu. Und mit Ulrike Schulte-Schürholz, die ihr Sabbatjahr beendet, kehrt außerdem nach den Sommerferien eine erfahrene Konrektorin zurück.

Schon die Mutter ging zur Realschule

Held, dessen Mutter in den 1960er-Jahren Schülerin an der Werdohler Realschule war, hatte sich im Januar um die Rektorenstelle am Köstersberg beworben, zu einem Zeitpunkt also, als nicht absehbar war, dass die Realschule im Jahr 2025 geschlossen werden würde. Diese Entwicklung zeichnete sich erst ab Ende März ab.

Er habe zwar einen Moment nachgedacht, „aber keine Sekunde gezweifelt“ an seiner Entscheidung, sich um die Schulleiterstelle zu bewerben, sagte Held. „Natürlich ist die Aufgabe jetzt eine andere, als sie es gewesen wäre ohne die Entscheidung, dass die Schule im Schuljahr 2024/25 ausläuft“, räumte er ein. „Aber gerade jetzt braucht die Realschule einen Leiter, der sich um sie kümmert. Es ist auch eine interessante Aufgabe, in diesem Kontext Schulleiter zu sein.“

Realschüler nicht auf dem Abstellgleis

Held vermittelt den Eindruck, trotz des absehbaren Endes der Schule mit Elan an die neue Aufgabe heranzugehen. Den Realschülern wolle er gleich mit Dienstantritt zum Beginn des neuen Schuljahrs das Gefühl vermitteln, nicht auf dem Abstellgleis zu stehen, kündigte er an.

Die Werdohler Schuldebatte ist für Held kein Thema mehr. Von ihm kann man offensichtlich eine gute Zusammenarbeit mit der Albert-Einstein-Gesamtschule erwarten. „Es ist nicht mehr die Zeit für den Kampf der Systeme“, sagte er.

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