Neue Transformatoren für Umspannwerk: So kommen die Schwergewichte nach Werdohl

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Dieser Transformator wiegt 66 Tonnen. Auf Schienen wird er in das Umspannwerk eingesetzt.

Werdohl – Er wiegt circa 66 Tonnen – so viel wie sieben ausgewachsene, große Elefanten – und hat gewaltige Ausmaße: Der erste der drei neuen Transformatoren, die in das Umspannwerk des Unternehmens Mark-E am Werdohler Bahnhof integriert werden, ist Dienstagnacht in Werdohl eingetroffen.

Der Schwertransport durfte aus Gründen der Verkehrssicherheit nur nachts auf die Straße. Gegen 3 Uhr habe der Transformator seinen Bestimmungsort erreicht, teilte ein Unternehmenssprecher mit. 

Bereits wenig später wurde mit dem Einbau begonnen. Auf Schienen wurde das Schwergewicht in das bestehende Bauwerk eingesetzt. Zwei weitere Transformatoren sollen in der nächsten Zeit – auch jeweils in der Nacht – angeliefert werden, erklärte Enervie-Projektleiter Sven Dunker. 

Arbeiten laufen seit Anfang August

Bereits Anfang August hatten die Arbeiten am Umspannwerk des Unternehmens begonnnen. Die bisher verwendete Technik stammt aus den 1960er-Jahren und sollte aus diesem Grund ausgetauscht werden. Zuvor war das Gebäude am Werdohler Bahnhof bereits von außen renoviert worden. Um die Betriebssicherheit des Stromnetzes auf Dauer aufrecht erhalten zu können, musste der Versorger Enervie massiv investieren. 

Bereits im August hatten die Arbeiten am Umspannwerk begonnen

Im Gebäude an der Bahnhofstraße gibt es bislang drei Transformatoren und fünf Schaltfelder. Isoliert wird mit Luft, die dicken Schaltstifte werden mit Druckluft gegen die Kontaktplatte gefahren. Die Druckluft sorgt zusätzlich dafür, dass der kurz entzündete Lichtbogen sofort ausgeblasen wird. 

Geräte werden eingekapselt

Die neue Technik werde sehr viel weniger Platz beanspruchen als die alten Apparate, hieß es. Die neuen Geräte werden in Gehäuse eingekapselt, nur noch Leitungen drumherum dürften zu erkennen sein. Die 110 000 Volt (110 kV) der Hochspannungsfreileitungen – eine Leitung kommt aus Elverlingsen, die andere führt weiter in Richtung Plettenberg-Ohle – werden am Bahnhof heruntertransformiert auf 10 000 Volt für die im gesamten Stadtgebiet verteilten Elektrohäuschen. Dort wird die Spannung weiter heruntertransformiert auf 400 Volt, die dann in den Haushalten ankommen. Auch diese kleinen Stationen sollen bald verschwinden: Die neue Technik passe zukünftig in kleine Stahlblechkisten.

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