Liste überreicht 

Neue Spielgeräte für die Schulstraße - Eltern sammeln Unterschriften

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Die Spielgeräte vom Spielplatz an der Brüderstraße wurden Anfang April abgebaut und eingelagert. Das Gelände wurde an die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen verkauft, die dort eine Einrichtung für Menschen mit psychischen Behinderungen errichten will. Die Spielgeräte sollen später auf dem Schulhof der katholischen Grundschule aufgebaut werden.

Werdohl - Als Alternative für den bereits aufgegebenen, ehemals städtischen Spielplatz an der Brüderstraße sollen in Zukunft neue Spielgeräte für den Schulhof der nahe gelegenen katholischen Grundschule an der Schulstraße angeschafft werden.

Die Stadt hat bekanntlich die ehemalige Jahnturnhalle samt Grundstück an die Evangelische Frauenhilfe Westfalen verkauft. Der Einrichtungsträger will dort das in die Jahre gekommene Haus Wegwende neu errichten. Zu dem Grundstück gehörte auch der Spielplatz, die Geräte wurden durch Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes Anfang April abgebaut. 

Die Anwohnerinnen Brigitte Boshamer-Zausra und Sandra Fernandez Garcia von der Brüderstraße starteten nahezu gleichzeitig eine Unterschriftenaktion mit folgender Forderung: „Wir, die Unterzeichner, fordern Sie als gewählte Vertreter der Bürgerschaft auf, Ihre Entscheidung bezüglich der Entfernung des Spielplatzes zu überdenken, oder aber, wenn dies aufgrund vertraglicher Regelungen nicht mehr möglich ist, Alternativen zu schaffen, wo unsere Kinder in absehbarer Zeit spielen können.“ 

Listen der Bürgermeisterin übergeben

Die mit mehreren Seiten Unterschriften versehene Forderung an den Rat der Stadt Werdohl ging am 17. April bei der Verwaltung ein, die beiden Frauen überreichten die Unterschriftenlisten persönlich an Bürgermeisterin Silvia Voßloh. 

Die Verwaltung wertete diese Forderung als Eingabe an den Rat, zu dem jeder Einwohner laut Gemeindeordnung das Recht besitzt. Die Eingabe erfülle die Anforderungen. Deshalb wird diese Eingabe am kommenden Montag, 6. Mai, in der Sitzung des Hauptausschusses verhandelt. Die Verwaltung hat dazu eine klare Meinung. 

Alternativlösung wird umgesetzt

Die geforderte Alternativlösung werde von der Stadt umgesetzt, der Schulhof der katholischen Grundschule werde „in den nächsten Jahren mit neuen Spielgeräten“ aufgewertet. Das wurde bereits im Februar im Jugendhilfeausschuss beschlossen. 

Die Verwaltung zitiert dazu die Beschlusslage und gibt auch weitere Begründungen an. Fachbereichsleiter Michael Grabs sieht die Forderung der Bürger deshalb als erfüllt an. Die Mitglieder des Hauptausschusses sollen deshalb am Montag feststellen, dass der Antrag auf die Schaffung einer Spielplatz-Alternativlösung für die Kinder der Brüderstraße und der umliegenden Straßen umgesetzt sei. 

Die beiden Frauen seien von der Bürgermeisterin informiert worden, dass der Jugendhilfeausschuss bereits eine Lösung in ihrem Sinne gefunden habe. Die Antragstellerinnen seien auch darauf hingewiesen worden, dass der Beschluss des Ausschusses in öffentlicher Sitzung gefasst wurde. 

In Gesprächen mit der Schulleitung

Mit der neuen Schulleiterin der katholischen Grundschule, Maria Apprecht, würden Gespräche geführt, so steht es in der Vorlage, um die Aufwertung des Schulhofes mit neuen Geräten zu konkretisieren. In der Vorlage heißt es abschließend: „Wie der Schulhof dann in den Nachmittagsstunden und Schulferien allen Kindern aus der Umgebung als Spielfläche zur Verfügung steht, darüber wird danach die Öffentlichkeit kurzfristig informiert.“

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