Neue Pläne für Ütterlingsen

Woge-Chef Wöste stellte gestern die weiteren Pläne für Ütterlingsen vor.

WERDOHL ▪ Die Wohnungsgesellschaft Woge hat weiter große Pläne für Ütterlingsen. Aufgrund der guten Vermietungslage sollen nur vier anstatt zwanzig Häuser an der Berliner und an der Leipziger Straße abgerissen werden.

Mit der Überplanung der Freifläche ist jetzt das Architekturbüro Ossenberg-Engels aus Dahle beauftragt. Auf jeden Fall soll dort eine Treppenanlage entstehen, die in die Straße eingebunden ist.

Die Gesellschafter der Wohnungsgesellschaft Werdohl blickten am Montag im Vier Jahreszeiten auf ein sehr erfolgreiches Jahr der Woge GmbH zurück. Geschäftsführer Ingo Wöste stellte gestern im Rahmen eines Pressegespräches die wichtigsten Zahlen und Fakten vor.

Der Bestand an Mietwohnungen ist mit 1441 Einheiten seit Jahren in etwa konstant. 2009 wurden 35 Wohnungen an der Danziger Straße abgerissen. Zwölf verwaltete Mietwohnungen werden betreut, 245 Garagen und 18 gewerbliche Einheiten sind im Bestand. Die Umsatzerlöse steigern sich von Jahr zu Jahr auf jetzt 6,508 Millionen Euro. Die Abschreibungen von nicht erhaltenen Mietzahlungen sind im Laufe der Jahre von 108 000 Euro auf jetzt 38 000 Euro gesenkt worden. Seit 2009 beschäftigt die Woge einen Forderungsmanager, der oft auch in persönlichem Gespräch Mietforderungen einholt.

Die Zahl der Mieterwechsel ist von 241 in 2010 auf jetzt 193 gesunken. Die Fluktuationsquote ist von 16,7 auf 13,4 Prozent herabgesetzt worden. Lediglich die Leerstandsquote ist von 3,0 auf 3,1 Prozent angestiegen. Über 85 Prozent der Wohnungen verfügt die Woge frei, nur noch 15 Prozent der Wohnungen zählen zu öffentlich geförderten Mietwohnungen.

In 2011 investierte die Gesellschaft 2,385 Millionen Euro in den eigenen Bestand. Davon fielen 844 000 Euro auf Instandhaltungsausgaben. Basierend auf geringeren Leerstand und weniger Instandhaltungskosten stieg der Jahresüberschuss von 496 000 Euro in 2010 auf 738 000 Euro im vergangenen Jahr. Gleichzeitig stieg der Cashflow von 1,714 auf 1,893 Millionen Euro. Grund des Anstiegs des Cashflows: Die beachtlichen Jahresüberschüsse der vergangenen vier Jahre.

Massive Tilgung von Darlehen möglich

Die angesparte Liquidität gibt Spielraum zur massiven Tilgung von Darlehen, deren Zinsbindungsfrist in den nächsten Jahren endet. Wöste: „Eine aktive Entschuldung gerade der höher verzinsten Grundschulden ebnet den Weg für eine kräftig steigende Eigenkapitalquote.

Beschlossen wurde auch, den Gesellschaftern eine Bardividende in Höhe von 2,75 Prozent des Stammkapitals von 780 000 Euro auszuzahlen. Die Barausschüttung beträgt relativ bescheidene 21 450 Euro. 716 852 Euro kommen in die Gewinnrücklage.

Wöste rechnete auf Nachfrage gestern vor, dass insgesamt 478 000 Euro aus dem Fördertopf Stadtumbau zurückgegeben worden sind. 982 000 Euro waren schon bewilligt für den Fall, alle zwanzig Häuser abzureißen. So schnell wie möglich abgerissen werden jetzt die Häuser Leipziger Straße 9 und 11 sowie 22 und 24. Die Freitreppenanlage kann bis zu 300 000 Euro kosten, wovon die Hälfte zu 80 Prozent durch Stadtumbaumittel gefördert werden. ▪ heyn

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