131 neue Naturexperten lösen knifflige Aufgaben

Das Zapfen-Zuordnen war eine der insgesamt 23 Aufgaben, die es zu bewältigen galt.

WERDOHL - Jetzt sind die Viertklässler der Grundschulen St. Michael, Kleinhammer und Königsburg echte Waldexperten: Gestern erkundeten sie im Rahmen der Waldjugendspiele das Gelände oberhalb des evangelischen Friedhofes Auf der Landwehr. Die Kinder lösten verschiedene Aufgaben und beantworteten zum Teil auch recht schwierige Fragen.

Waldpädagoge Axel Dohmen von der Waldschule im Märkischen Kreis und Revierförster Kevin Hauser begrüßten die insgesamt 131 Mädchen und Jungen im Namen der Organisatoren. Die Waldschule, das Regionalforstamt Märkisches Sauerland, der Landesbetrieb Wald und Holz und der Lernort Natur richten die Veranstaltung gemeinsam aus.

Dohmen erläuterte den Viertklässlern die Regeln der Waldjugendspiele und wies sie auf die fünf Waldgebote hin, die grundsätzlich beachtet werden sollten. Dass sie kein Feuer anzünden dürfen, war für den Nachwuchs natürlich selbstverständlich, keinen Lärm im Wald zu verursachen, fiel den aufgeregten Schülern dagegen gestern nicht ganz leicht.

In Gruppen von vier bis sechs Schülern, teilweise begleitet von einem Erwachsenen, machten sich die Teams auf den Weg. Die Organisatoren hatten das Gelände gut präpariert, die Wege markiert und die insgesamt 23 Aufgabenstationen vorbereitet. Unter anderem ordneten die Kinder Blätter der jeweiligen Baumart zu, beantworteten Fragen zu heimischen Wildtieren, ordneten Tierspuren zu oder notierten, wozu Förster einen Hochsitz benötigen.

„Es geht nicht darum, alles richtig zu beantworten“, ermutigte Kevin Hauser ein Mädchenteam. Die Schülerinnen überlegten angestrengt, wie der Baum heißt, aus dessen Saft ein leckerer Sirup gewonnen wird. Die Köpfe rauchten, aber die Antwort „Ahorn“ wollte den Werdohlerinnen einfach nicht einfallen. „Wir wollen den Kindern den Wald und seine Bewohner näher bringen“, betonte Hauser.

Bei den jungen Waldforschern kam der naturnahe Unterricht unter freiem Himmel bestens an – zumal es sogar die Chance auf einen Preis gibt. „Wir geben die Teilnehmerliste an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald weiter, die dann auf Bundesebene drei Sieger ermittelt“, berichtete Dohmen. Erster Preis ist ein Ausflug nach Berlin mit Besuch des Bundestages. Das zweitplatzierte Team gewinnt einen erlebnisreichen Tag im Wildwald Vosswinkel bei Arnsberg und die dritten Sieger fahren in einen Erlebnspark.

Von Carla Witt

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