Bestattungswald und Kolumbarium

Neue Möglichkeiten: Beisetzung als „Rundum-Sorglos“-Paket

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Die Außenanlage des Kolumbariums an der Südseite der Friedhofskapelle in der Landwehr ist weitestgehend fertiggestellt. Für die Trauernden sind sind zwei auf Gabionen montierte Sitzgelegenheiten geschaffen worden.

Werdohl/Neuenrade – Die seit Anfang des vergangenen Jahres eingeleiteten Maßnahmen zur Schaffung von Bestattungswäldern auf den evangelischen Friedhöfen in der Landwehr, am Biesenberg in Dresel und in Neuenrade sind abgeschlossen.

Sie gingen – zumindest in der Anlage am Ende des Bausenbergs – einher mit umfangreichen Arbeiten an der Friedhofskapelle, die sich nun sowohl von innen als auch von außen sehr ansprechend präsentiert. 

Zusätzlich wurde dort eine sogenannte Kolumbariumanlage geschaffen, in der 84 Plätze für jeweils zwei Urnen eingerichtet worden sind. Mittlerweile ist auch die Gestaltung des unmittelbaren Umfeldes nahezu abgeschlossen. Es fehlen lediglich noch einige wenige Pflanzen, die für den künftigen Rasen vorgesehene Fläche muss noch eingesät und restliche Pflasterarbeiten erledigt werden. 

Fünf Plätze sind bereits belegt

Schon jetzt ist in der neuen Anlage an der Südseite der Kapelle eine würdige Urnenbestattung möglich. Fünf Plätze sind mittlerweile belegt, vier weitere wurden bereits im Vorfeld erworben. Investiert hat der Evangelische Friedhofsverband Lüdenscheid-Plettenberg allein für die Außengestaltung an der Kapelle rund 25 000 Euro. 

Zusätzlich ist im nördlichen Bereich der Landwehr ein Bestattungswald geschaffen und in Betrieb genommen worden. Auslöser für diese Entscheidung war, wie der Geschäftsführer des Friedhofsverbandes, Detlev Trester, in einem Gespräch mit der Redaktion erläuterte, der Trostwald in Balve-Wocklum, zumal die Nachfrage nach Beisetzungen im Wald steige. „Wir wollten uns breiter aufstellen als bisher und haben dort ein Rundum-Sorglos-Projekt verwirklicht“, so Trester. 

Platz für rund 1000 Urnen

Wald ist dort in großem Maße vorhanden. Entsprechend ist Platz rund um die Bäume für rund 1000 Urnen. Erste Beisetzungen gab es schon vor gut eineinhalb Jahren. Zur besseren Orientierung wurde ein Schild mit dem Hinweis „Willkommen im Bestattungswald“ angebracht. An dem Sockel einer zuvor gut 20 Meter entfernt platzierten und dann versetzten Engel-Statue am Eingang des Bestattungswaldes besteht die Möglichkeit, ein Namensschild der verstorbenen Person anzubringen. Zwingend sei das aber nicht. 

Auch auf dem Friedhof am Biesenberg wurden auf einer Wiesenfläche fünf Bäume neu angepflanzt. Es handelt sich um Wildkirschen, um die herum jeweils 15 Urnen beigesetzt werden können.

Auf dem evangelischen Friedhof Biesenberg oberhalb der Bundesstraße 236 zwischen Dresel und Elverlingsen sind bereits im vergangenen Herbst auf einer Wiesenfläche fünf Bäume (Wildkirschen) neu angepflanzt worden, an deren Fuß jeweils ein Stein mit den Namen der Verstorbenen platziert werden kann. 

Parkmöglichkeiten sollen verbessert werden

Die Beisetzungsstelle für die Urnen – pro Baum 15 an der Zahl – könne man sich aussuchen, hieß es von Seiten des Friedhofsverbandes. Geprüft wird laut Detlev Trester noch, ob und wie die Parkplatzmöglichkeiten unterhalb des Friedhofes verbessert werden können. Bislang ist der Platz arg begrenzt und es fehlt an einer sicheren Wendemöglichkeit für Fahrzeuge. 

Der Friedhof in Neuenrade hat jetzt eine Abteilung für Urnenbegräbnisse rund um 14 neu angepflanzte Obstgehölze bekommen. Unter den Holzkreuzen ist Platz für Namensschilder.

Getan hat sich inzwischen auch einiges auf dem evangelischen Friedhof in Neuenrade, der auch in die Zuständigkeit des Evangelischen Friedhofsverbandes Lüdenscheid-Plettenberg fällt. Hier wurden Ideen des Friedhofsgärtners Christian Breitkopf auf einer Wiese im östlichen Teil der Anlage umgesetzt. 14 Bäume wurden dort angepflanzt. 

Zwei Holzkreuze aufgestellt

Dabei handelt es sich um Obstgehölze – wie zum Beispiel Apfel oder Süßkirsche. In der Mitte der Wiese wurden zwei Holzkreuze aufgestellt, unter deren Querbalken jeweils links und rechts zwei Stelen angebracht wurden, auf denen Schilder mit den Namen der Toten montiert werden können. 

Auch auf dieser Anlage können sich die Menschen aussuchen, an welcher Stelle die Urne beigesetzt werden kann.

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