Bahn bereitet Fahrpläne vor

Neue Intercity-Linie durch das Lennetal: Tickets ab Oktober buchbar

Der doppelstöckige Intercity der Deutschen Bahn wird ab Dezember kommenden Jahres acht Mal am Tag an allen Bahnhöfen auf der Lenneschiene halten.
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Der doppelstöckige Intercity der Deutschen Bahn wird ab Dezember kommenden Jahres acht Mal am Tag an allen Bahnhöfen auf der Lenneschiene halten.

Stück für Stück gibt die Deutsche Bahn Informationen für die neue Intercity-Linie 34 heraus, die ab Dezember das Lennetal mit Frankfurt, Dortmund und Münster verbinden wird.

Die jüngste Nachricht ist, dass Tickets bei Fahrplanveröffentlichung ab Oktober buchbar sind. Das ist in gut drei Monaten.

Eigentlich sollte die Linie seit 2019 auf den Gleisen Richtung Hessen, Ruhrgebiet und Münsterland unterwegs sein. Doch zähe Verhandlungen und ein einmaliges und letztlich beispielgebendes Verfahren musste zunächst klären, dass der Intercity der Deutschen Bahn auf der Lennetrasse auch mit Fahrausweisen des Nahverkehrs benutzt werden darf. Das Verfahren ist bekanntlich zugunsten der Interessen der Nahverkehrsfahrgäste entschieden worden.

Deutsche Bahn setzt sich wenig überraschend durch

Mit der Klärung der Frage der Tarife war auch die Ausschreibung der Strecke verbunden. Damit wurde zumindest theoretisch auch ein Wettbewerb möglich. Letztlich konnte sich wenig überraschend die Deutsche Bahn durchsetzen – schließlich war es eine Initiative des ehemaligen Bundesunternehmens, die Linie überhaupt wieder befahren zu wollen. Den ländlichen Raum mit attraktiven Schnellzugverbindungen an Metropolen anzubinden ist das Ziel der Bahn.

Den großen Aufwand würde die Bahn nicht betreiben, wenn man bei der Zentrale in Frankfurt nicht denken würde, dass mit dem IC 34 auch Geld verdient werden kann.

Pendler erwarten Fahrplan mit Interesse

Mit einigem Interesse wird von Pendlern aus dem Bereich der Lenneschiene der genaue Fahrplan erwartet. Wer derzeit zum Beispiel von Altena nach Münster will, muss mehrfach umsteigen und ist lange unterwegs. Mit dem Auto ist man derzeit sehr viel schneller am Ziel. Fahrgäste, die nach Dortmund wollen, werden zukünftig ohne Umstieg direkt in der Großstadt ankommen können. Attraktiv ist auch die Anbindung Richtung Süden. Bislang fuhr der gut ausgelastete Regionalzug von Abellio in diese Richtung nur bis in die Studierendenstadt Siegen. Ab Dezember geht es durch Hessen weiter bis nach Frankfurt. Einer durchgängigen Fahrt aus Altena, Werdohl oder Plettenberg zum internationalen Flughafen steht ab Dezember fast nichts im Wege – Autos im Stau jedenfalls nicht.

Genaue Taktung des Fahrplans

Weil nicht sämtliche Zugpaare des neuen IC 34 alle Richtungen und Destinationen zweistündlich erreichen können, kommt es auf die genaue Taktung des Fahrplans an. Die Bahn muss es schaffen, die attraktiven Verbindungen auch zu von den Fahrgästen akzeptierten Tageszeiten anzubieten. Natürlich sollten Dortmund und Münster anders und häufiger getaktet sein als das Zugpaar, das über Münster hinaus bis zur Nordsee fährt. So eine Verbindung dürfte eher für das Wochenende interessant sein.

Bahn-Sprecher Dirk Pohlmann bittet noch um ein wenig Geduld: „Die Vorbereitungen zum Start der neuen Linie zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 laufen auf Hochtouren. Mit weiteren Details kommen wir im Jahresverlauf auf die Öffentlichkeit zu.“

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