Neue Informationstafel am Kletterfelsen beschmiert

Malerisch erstrahlt der Kletterfelsen am Lenneufer. Mit Malerei haben die Schmierereien auf der Infotafel aber wenig gemeinsam. Lucien Thill bemühte sich gestern die ersten Schriftzüge zu entfernen.

WERDOHL ▪ Die Enttäuschung stand den Männern vom Werdohler Bürgerstammtisch gestern ins Gesicht geschrieben. Unbekannte hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag die neue Infotafel am Fuß des Kletterfelsens mit BVB-Schriftzügen beschmiert.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle die Werdohl attraktiver machen wollen“, betonte Siegfried Gleitsmann vom Bürgerstammtisch bei Ansicht der beschmierten Tafel. Dort hatten die Täter nicht nur die Tafel selbst, sondern auch das Holzgestell rundherum mit BVB-Emblemen versehen. Entweder wurde dafür ein schwarzer Filzstift oder sogar ein Pinsel mit Farbe benutzt. Gleitsmann mühte sich mit Schaber und Lösungsmittel die Schriftzüge zu entfernen.

„Am Samstagnachmittag war noch alles in Ordnung. Am Sonntag informierte mich der ehemalige Bürgermeister Manfred Wolf über die Schmierereien“, berichtete Manfred Hoh gestern auch zwei Polizisten am Kletterfelsen. Neben der Tafel beschmierten die Täter zudem zwei Bänke.

Polizeikommissar Bastian Piontek sprach bei Aufnahme der Anzeige von einem „Verdrängungseffekt“. In Bereichen, in denen die Polizei Streife fahre passiere nichts, aber an abgelegenen Ort, wie dem Kletterfelsen, eher mehr.

Der Ärger bei den Mitgliedern des Bürgerstammtischs war natürlich groß. Aussagen, wie „Wir haben hier soviel Arbeit investiert“ oder „Davon hat der BVB doch nichts“, zeugten vom Unverständnis der Stammtischfreunde. Schon beim Aufbau der Tafel und der Bänke am Lenneufer waren die engagierten Werdohler häufig von Passanten gefragt worden: „Warum macht ihr das überhaupt? Das wird doch eh wieder beschmiert.“ Für Manfred Hoh und seine Mitstreiter war das aber kein Grund nicht für ihre Heimatstadt aktiv zu sein. Auch gestern zeigten sie sich standhaft: „Das hält uns nicht ab“, bekräftigte Hoh und kündigte weitere Aktionen, wie den Aufbau von Bänken auf dem ehemaligen Denkmalplateau oberhalb des Lennefelsens an.

Von vermehrten Anzeigen, wegen Sachbeschädigung, konnte weder die Werdohler Polizei noch Thomas Schroeder, Leiter der städtischen Abteilung Immobilien, auf Nachfrage berichten. „Zur Zeit ist es eher ruhig. Da haben wir aber auch schon andere Phasen gehabt“, sagte Schroeder. Den Tätern droht auf eine hohe Geldstrafe. Mögliche Zeugen werden gebeten sich auf der Wache in Werdohl oder unter Tel. 0 23 92/93 99 0 zu melden.

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